Aktienfokus
Praktiker nach höherem Quartalsverlust leicht im Minus

Praktiker haben am Mittwoch nach Zahlen für das erste Quartal zunächst deutlich verloren, die Verluste im Handelsverlauf aber fast wieder wettgemacht.

dpa-afx FRANKFURT. Praktiker haben am Mittwoch nach Zahlen für das erste Quartal zunächst deutlich verloren, die Verluste im Handelsverlauf aber fast wieder wettgemacht. Gegen 10.05 Uhr verloren die Aktien 0,21 Prozent auf 23,90 Euro, nachdem sie zu Handelsbeginn noch mehr als drei Prozent Prozent im Minus notiert hatten. Der Nebenwerteindex MDax lag zeitgleich fast unverändert mit minus 0,02 Prozent bei 8 808,67 Zählern.

Alles in allem habe die Baumarktkette keine guten Zahlen vorgelegt, hieß es von Händlerseite. Allerdings habe Praktiker bereits vorher angekündigt, das erste Quartal werde wegen der schlechten Witterung hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ein Händler hatte einen Umsatz von 709 Mill. Euro, ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von minus 9,4 Mill. Euro und einen Verlust von 7,3 Mill. Euro erwartet. Damit lag er beim Umsatz leicht über den tatsächlichen Zahlen, während Ebita und Gewinn deutlich schlechter als von ihm prognostiziert ausfielen.

Trotz des schlechten Wetters und des späten Ostergeschäfts habe er nicht gedacht, dass die Zahlen so schlecht ausfallen würden, sagte Analyst Sebastian Künne von Hsbc Trinkaus & Burkhardt. Selbst wenn man das Gartengeschäft herausrechne, ergebe sich keine operative Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Zudem habe es in der Telefonkonferenz keine überzeugenden Argumente gegeben, dass die Geschäfte sich im zweiten Quartal verbessern sollten. Künne bewertet die Aktien mit "Neutral" und einem Kursziel von 20,40 Euro.

Die Baumarktkette ist im ersten Quartal bei stagnierendem Umsatz tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Praktiker bekräftigte gleichwohl seine Jahresprognose. "Für das Gesamtjahr 2006 rechnen wir weiterhin mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und mit einem Ebita über Vorjahresniveau", sagte Konzernchef Wolfgang Werner. Dies entspricht den Markterwartungen. Nach Angaben eines Händlers rechnet der Markt mit einem Umsatzwachstum von 3,8 Prozent. Das Ebita sollte um 7,5 Prozent steigen.

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