Aktienfokus
Premiere schwach, Deutsche Telekom fester

Nach Pressemeldungen zum Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga haben die Aktien von Premiere am Donnerstag deutlich nachgegeben. Das Papier des Bezahlsenders büßte im MDax gegen 9.20 Uhr 3,81 Prozent auf 10,87 Euro ein.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Pressemeldungen zum Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga haben die Aktien von Premiere am Donnerstag deutlich nachgegeben. Das Papier des Bezahlsenders büßte im MDax gegen 9.20 Uhr 3,81 Prozent auf 10,87 Euro ein. Dagegen stieg der Kurs der ebenfalls beteiligten Deutschen Telekom um 0,50 Prozent auf 12,73 Euro. Zugleich gab der Leitindex Dax 0,06 Prozent auf 5 689,10 Punkte nach.

Im Streit um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ist die Deutsche Telekom einem Pressebericht zufolge offenbar zu einem Kompromiss bereit. Der Konzern würde seinen Anspruch auf die Kabel- und Satellitenrechte fallen lassen, wenn er im Gegenzug die Mobilfunk- und Namensrechte an der Bundesliga zu entsprechend günstigeren Bedingungen bekäme, meldet die "Financial Times Deutschland". Über den Preis und weitere Details hätten die Telekom und die Deutsche Fußball Liga (DFL) laut "FTD" am Mittwoch allerdings noch verhandelt.

Für den Bezahlsender Premiere wäre ein Kompromiss zwischen Liga und Telekom allerdings ein herber Rückschlag. Premiere müsste dann laut dem Bericht die Hoffnung begraben, dem Großteil seiner Abonnenten doch noch Bundesligaspiele zeigen zu können.

Nach Ansicht eines Händlers sind das "sehr schlechte Nachrichten für Premiere". Ähnlich äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer: "Das wäre ein herber Schlag für Premiere. Nun werden viele Kunden abwandern, da es nächste Saison nur über Vdsl gehen wird - und es dauert, bis dieses Netz aufgebaut wird." Ein anderer Börsianer sah es ebenfalls kritisch: "Premiere muss jetzt mit den Konsequenzen des verlorenen Pokers leben. Die Verhandlungsposition der Münchener mit wem auch immer ist jetzt fast Null."

Mit Blick auf die Telekom sprach ein Händler von einem "cleveren Schachzug". Allerdings wirkten sich die Nachrichten kaum auf den Kurs der T-Aktie aus.

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