Aktienfokus
Prosieben im Plus

Aktien des Fernsehsenders Prosiebensat.1 Media haben am Freitag von einem Pressebericht profitiert, dem zufolge der verkaufswillige Medieninvestor Haim Saban Interessenten für seine Beteiligung an dem Unternehmen gefunden hat.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des Fernsehsenders Prosiebensat.1 Media haben am Freitag von einem Pressebericht profitiert, dem zufolge der verkaufswillige Medieninvestor Haim Saban Interessenten für seine Beteiligung an dem Unternehmen gefunden hat. Gegen 10.50 Uhr gewannen die Titel 3,80 Prozent auf 22,65 Euro, während der Nebenwerteindex MDax 0,58 Prozent auf 8 917,09 Zähler stieg.

Nach dem Anfang Februar gescheiterten Verkauf des Unternehmens an den Axel-Springer-Verlag sei Mitte dieser Woche großer Präsentationstermin in München mit drei Interessentengruppen gewesen, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe). Dabei handle es sich um die französische TF1-Fernsehgruppe , die zum Bouygues-Baukonzern gehöre. Auch die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira sowie die Apax und Goldman Sachs seien interessiert. Saban habe klar gemacht, dass er mit einem besseren Preis als jüngst beim Springer-Intermezzo rechne. Damals sollten 23 Euro pro Stammaktie gezahlt werden, nun gehe es um 30 Euro und mehr.

Ein Analyst zeigte sich skeptisch, was Sabans Preisvorstellungen angeht. Er glaube eher nicht, dass ein Interessent 30 Euro je Stammaktie zahlen werde, sagte er. Dies wäre ein stolzer Preis, wenn ein potenzieller Investor mit dem Unternehmen Geld verdienen wolle, da es immer noch zu 85 Prozent vom schwankungsanfälligen Werbemarkt abhängig sei. Ein Interessent werde sich deshalb auch nicht von einer positiven Quartalsentwicklung des Senders blenden lassen.

Eine mögliche Zusammenlegung der frei empfangbaren Programme mit den Paytv-Angeboten von Premiere sei zwar eine mögliche Idee. Doch in einer solchen Kombination sieht der Experte "nicht so viel Upside-Potenzial". Die Frage sei zudem, wie eine solche Zusammenlegung realisiert werden sollte. Ein realistischer Preis liege nicht viel über den von Springer angebotenen 23 Euro je Aktie, vielleicht bei etwa 26 Euro, lautete das Fazit des Experten.

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