Aktienfokus
Schering mit Kurssprung; 'Welt': Bayer bietet; Merck im Minus

Schering-Aktien haben am Donnerstagmittag nach einem Pressebericht der "Welt" einen Kurssprung gemacht. Dem Artikel zufolge erwägt Bayer ein freundliches Gegenangebot für den Berliner Pharmakonzern. Weder Bayer noch Schering wollten den Bericht kommentieren.

dpa-afx FRANKFURT. Schering-Aktien haben am Donnerstagmittag nach einem Pressebericht der "Welt" einen Kurssprung gemacht. Dem Artikel zufolge erwägt Bayer ein freundliches Gegenangebot für den Berliner Pharmakonzern. Weder Bayer noch Schering wollten den Bericht kommentieren.

Gegen 13.20 Uhr legte die Aktie 3,07 Prozent auf 85,55 Euro zu, der Dax stand mit 0,10 Prozent bei 5 938,23 Zählern im Plus. Aktien von Bayer stiegen nach ersten Verlusten um 1,27 Prozent auf 34,18 Euro. Titel der ebenfalls an Schering interessierten Merck Kgaa gaben 1,63 Prozent auf 81,50 Euro ab.

"Ein Angebot von Bayer sollte eigentlich keine Überraschung für den Markt sein", hieß es von einem Händler. Ein mögliches Gebot habe schon einmal im Raum gestanden. Allerdings sei bislang nichts konkretes bekannt gewesen, daher reagiere die Aktie jetzt doch verhältnismäßig stark. Es werde nun auch damit gerechnet, dass Merck nachlegen wird. "Es könnte zu einem Bieterstreit kommen, deshalb gibt der Kurs von Merck auch nach", sagte der Börsianer.

Ein anderer Finanzexperte hält ein Angebot der Leverkusener doch eher für unwahrscheinlich, denn eigentlich sei Bayer bereits die OTC-Sparte von Pfizer für etwa zehn Mrd. Euro zu teuer gewesen. "Jetzt für rund 16 Mrd. Schering kaufen zu wollen wäre doch eine Überraschung", sagte er.

Nach Informationen der "Welt" (Freitagausgabe) prüft Bayer derzeit ein Gegenangebot für Deutschlands drittgrößten Pharmakonzern, das über der Offerte des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck Kgaa liegen soll. Merck hatte am 13. März 14,6 Mrd. Euro oder 77 Euro pro Schering-Aktie geboten. Bereits in den vergangenen Tagen sollen Vertreter von Schering und Bayer Gespräche zu diesem Thema geführt haben. Dem Vernehmen nach können laut Zeitung die Verhandlungen noch scheitern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%