Aktienfokus
Schering sehr schwach

Schering-Aktien sind am Freitag nach Aussagen zu Problemen bei Medikamenten an das Dax-Ende gerutscht. Der Kurs des Pharmakonzerns fiel gegen 9.35 Uhr 2,88 Prozent auf 54,90 Euro. Zugleich sank der Leitindex Dax um 0,34 Prozent auf 5 268,99 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Schering-Aktien sind am Freitag nach Aussagen zu Problemen bei Medikamenten an das Dax-Ende gerutscht. Der Kurs des Pharmakonzerns fiel gegen 9.35 Uhr 2,88 Prozent auf 54,90 Euro. Zugleich sank der Leitindex Dax um 0,34 Prozent auf 5 268,99 Punkte. Der Berliner Pharmakonzern muss bei der Zulassung seines Hoffnungsträgers YAZ einen weiteren Rückschlag einstecken und nach einem Pressebericht 1 Milliarde Euro für die weitere exklusive Vermarktung seines Kassenschlagers Betaseron investieren.

Die WestLB bestätigte den Pharmawert in einer ersten Reaktion auf "Neutral" mit einem Kursziel 54 Euro. Möglicherweise sei es an der Zeit, Kursgewinne mitzunehmen. Die Nachricht zu YAZ sei negativ.

Analyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bekräftigte sein "Marketperformer"-Votum bei einem Kursziel von 57 Euro. "Wenn keine Einigung mit Novartis zustande kommt, läuft der Vertrag Ende 2008 aus und Schering müsste sich eine neue Produktion suchen. Das wäre sehr teuer und zeitintensiv." Angesichts der negativen Nachrichten dürfte der jüngste Aufwärtstrend der Aktie unterbrochen werden.

"Die Nachrichten zu Betaseron und YAZ klingen übel und belasten den Schering-Kurs", sagte ein Händler. "Kurzfristig bleibe ich skeptisch, langfristig bleibt Schering für mich ein Übernahmekandidat." Ein anderer Marktteilnehmer bezeichnete die Kursverluste als übertrieben. "Schnäppchenjäger sollten bei Schering zugreifen."

Beide Nachrichten sind nach Einschätzung eines Analysten schlecht für Schering. "Die Verschiebung bei YAZ ist zwar kein Beinbruch, aber die Nachricht, dass Schering wohl eine Milliarde Euro für die exklusiven Vermarktungsrechte von Betaseron aufwenden muss, überrascht schon. Es ist doch sehr erstaunlich, dass sich der Konzern da offensichtlich nicht abgesichert hat", sagte der Experte weiter. Die eine Milliarde Euro fehle nun wohl für geplante Zukäufe.

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