Aktienfokus
Stada legen vorbörslich zu

Aktien von Stada haben am Freitag nach der Ankündigung einer Übernahme im vorbörslichen Handel zugelegt. Die Titel wurden bei Lang & Schwarz in einer Spanne von 31,50 zu 32,00 Euro gehandelt.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien von Stada haben am Freitag nach der Ankündigung einer Übernahme im vorbörslichen Handel zugelegt. Die Titel wurden bei Lang & Schwarz in einer Spanne von 31,50 zu 32,00 Euro gehandelt. Am Vortag schlossen die Papiere des Bad Vilbeler Generika-Herstellers 1,87 Prozent schwächer bei 31,53 Euro. Den Gesamtmarkt erwarten die Düsseldorfer schwach. In dem bisher größten Zukauf der Unternehmensgeschichte will Stada die serbische Pharmagruppe Hemofarm für rund 485 Mill. Euro vollständig übernehmen.

Die Übernahmepläne stießen am Markt auf ein positives Echo. Der Preis der Akquisition sei in Ordnung, hieß es von einem Händler in einer ersten Reaktion. Die Übernahme mache auch strategisch Sinn, denn sie ermögliche es Stada, Zugang zum osteuropäischen Markt zu erlangen und von Niedriglohnproduktuonsstätten zu profitieren. Kurzfristig könne es jedoch Kursabschläge geben, da Stada unter Investoren nach dem Schritt nicht länger als Übernahmekandidat gelte.

Branchenexperten äußerten sich positiv zu dem Zukauf: "Die Strategie macht Sinn und Stada hat für Hemofarm mit dem 2,4-fachen des Umsatz in 2005 deutlich weniger bezahlt, als bei den jüngsten Zukäufen von Konkurrenten auf den Tisch gelegt wurde", sagte ein Analyst. "Guter Preis, den Stada für Hemofarm zahlen will", bestätigte ein anderer Marktbeobachter. Positiv sei auch, dass der Zukauf bereits ab 2007 zum Konzerngewinn der Bad Vilbeler beitragen soll.

Auch Aktienhändler Sören Steinert von der Wertpapierhandelsbank Close Brothers Seydler äußerte sich grundsätzlich positiv. "Auf den Wachstumsmärkten in Osteuropa gibt es mehr Potenzial als in den gesättigten Märkten", sagte er. Leichte Unsicherheit bestünden am Markt indes in Bezug auf die Finanzierung. Zwar solle sie nach Angaben des Unternehmens über bestehende Kreditlinien erfolgen. Die Information, dass eine Kapitalerhöhung zur aktuellen Finanzierung nicht erforderlich sei, lasse aber vermuten, dass so ein Schritt bei künftigen Geschäften anstehen könnte.

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