Aktienfokus
Stada sehr schwach

Stada-Aktien haben am Dienstag nach einer angekündigten Preissenkung stark nachgegeben. Nach den Konkurrenten Sandoz und Hexal senkt auch der Generika-Hersteller seine Preise teils deutlich. Die Papiere verloren bis 09.45 Uhr 2,03 Prozent auf 31,35 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Stada-Aktien haben am Dienstag nach einer angekündigten Preissenkung stark nachgegeben. Nach den Konkurrenten Sandoz und Hexal senkt auch der Generika-Hersteller seine Preise teils deutlich. Die Papiere verloren bis 09.45 Uhr 2,03 Prozent auf 31,35 Euro. Der MDax gab zeitgleich um 0,13 Prozent auf 8 283,53 Euro nach.

"Die Nachricht von Stada ist sehr negativ", sagte ein Händler in einer ersten Einschätzung. "Stada kürzt seine Preise um mehr als 50 Prozent, hält aber dennoch an seiner Prognose fest - ich weiß nicht, wie das funktionieren soll." Einem weiteren Börsianer zufolge waren diese Nachrichten erwartet worden. Es sei positiv zu bewerten, dass Stada trotz der Preissenkungen an seiner Ergebnisprognose für 2006 festhalte.

Analyst Martin Possienke von equinet bestätigte unterdessen seine Einschätzung für Stada mit "Reduce" und das Kursziel mit 31,00 Euro. Eine Senkung der eigenen Gewinnprognosen für den Generikahersteller sei nicht unwahrscheinlich, schrieb der Experte in einer Studie.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bekräftige ihr Rating für Stada mit "Underperformer" und das Kursziel mit 35,00 Euro. "Wir haben bereits nach der Ankündigung von Hexal unsere Prognosen und unser Rating herabgesetzt", schrieb Analyst Alexander Groschke in einem Kommentar. "Möglicherweise müssen wir im Laufe des Jahres unsere Gewinnprognose nochmals nach unten korrigieren." Aktuell sehe er aber keinen Handlungsbedarf.

Das Tochterunternehmen Stadapharm senke die Generika-Preise zum 1. Juli mit einem Gesamtvolumen auf Jahresbasis von 32 Mill. Euro, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag mit. Trotz der Preissenkungen hält Stada an den Ergebniszielen für 2006 fest. In diesem Jahr streben die Bad Vilbeler ein robustes operatives Konzernwachstum an, wobei der Ertrag überproportional zum Umsatz ansteigen soll.

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