Aktienfokus
Stahlwerte sehr fest

Die Stahltitel haben am Freitag zu den Spitzenwerten in den europäischen Indizes gezählt. Hintergrund ist die überraschende Wendung im Übernahme-Poker um den Stahlkonzern Arcelor. Zudem gab es eine positive Studie zu den beiden deutschen Unternehmen von der Credit Suisse.

dpa-afx FRANKFURT/PARIS/AMSTERDAM/LONDON. Die Stahltitel haben am Freitag zu den Spitzenwerten in den europäischen Indizes gezählt. Hintergrund ist die überraschende Wendung im Übernahme-Poker um den Stahlkonzern Arcelor. Zudem gab es eine positive Studie zu den beiden deutschen Unternehmen von der Credit Suisse.

Gegen 9.55 Uhr legten Thyssen-Krupp 4,03 Prozent auf 27,35 Euro zu, Salzgitter standen mit 6,12 Prozent auf 64,20 Euro an der MDax-Spitze . Der Dax gewann bis dahin 0,80 Prozent auf 5 751,42 Punkte, der Index mittelgroßer Werte stieg um 1,58 Prozent auf 8 128,63 Zähler. In London profitierten Corus Group und kletterten um 4,02 Prozent auf 388,00 Pence nach oben. Mittal Steel legten in Amsterdam um 1,92 Prozent auf 24,99 Euro zu. Der Kurs von Arcelor hingegen stand mit 1,06 Prozent auf 33,70 Euro im Minus.

"Derzeit rechnet der Markt wohl mit einer Erhöhung des Angebots durch Mittal Steel für Arcelor", kommentierte ein Händler. Damit sei wieder neue Übernahmefantasie in dem Sektor. Sollte die Transaktion allerdings platzen, könne dies insbesondere für Thyssen-Krupp "nach hinten los gehen", da dann die Chance auf den Kauf des kanadischen Stahlkochers Dofasco schwinde.

Der Übernahme-Poker um Arcelor hatte an diesem Morgen eine überraschende Wende genommen. Das vom Branchenführer Mittal Steel umworbene Unternehmen will mit dem russischen Stahlkonzern Severstal fusionieren, um so eine feindliche Übernahme durch den indischen Stahlkonzern abzuwehren.

Die Credit Suisse stufte zudem in einer Studie vom Freitag sowohl Thyssen-Krupp als auch Salzgitter als bevorzugte Titel der Branche ein. Sie wiesen das höchste Aufwärtspotenzial auf Basis der Quartalsergebnisse in der Branche auf. Zudem seien die Bilanzen sehr stark. Die jüngsten Unsicherheiten hätten zu drastischen Verkäufen geführt, obwohl die fundamentalen Daten günstig seien.

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