Aktienfokus
Thyssen-Krupp nach Fusion Mittal Arcelor kaum verändert

Nach der am Wochenende vereinbarten Übernahme des luxemburgischen Stahlherstellers Arcelor durch den britisch-indischen Konkurrenten Mittal Steel haben die Aktien von Thyssen-Krupp am Montag morgen weitgehend unverändert notiert.

dpa-afx FRANKFURT. Nach der am Wochenende vereinbarten Übernahme des luxemburgischen Stahlherstellers Arcelor durch den britisch-indischen Konkurrenten Mittal Steel haben die Aktien von Thyssen-Krupp am Montag morgen weitgehend unverändert notiert. Die Papiere des deutschen Stahlproduzenten wurden im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz mit 25,80 zu 26,20 Euro gehandelt. Am Freitag war die Aktie um 2,79 Prozent auf 25,80 Euro gestiegen. Der Gesamtmarkt wird etwas fester erwartet.

Experten verwiesen darauf, dass Thyssen-Krupp mit Mittal/Arcelor eine mächtige Konkurrenz entsteht. Aus der Verschmelzung der beiden geht der weltweit mit Abstand größte Stahlkocher hervor. Fraglich sei unterdessen, ob Mittal zu seiner Zusage steht und im Fall eines Gelingens der Arcelor-Übernahme den kanadischen Stahlkonzern Dofasco an Thyssen-Krupp verkauft. Das deutsche Stahlunternehmen war im vergangenen Jahr in einem Bieterwettstreit mit Arcelor um Dofasco unterlegen. Ein Frankfurter Händler wies unterdessen darauf hin, dass Thyssen-Krupp bereits nach Alternativen suche, also ein endgültiges Scheitern der Dofasco-Pläne also nicht mehr so überraschend käme.

Ein anderer Händler ging davon aus, dass ein Verkauf von Dofasco notwendig wird, um Bedenken der US-Kartellbehörden gegen die Fusion Mittal/Arcelor auszuräumen. Allerdings könnte es Probleme bereiten, den kanadischen Stahlhersteller wieder aus der niederländischen Stiftung herauszulösen, in die Arcelor ihn zunächst als Abwehrmaßnahme gegen das Mittal-Angebot überführt hatte. Thyssen-Krupp müsste 3,755 Mrd. Euro für Dofasco zahlen und Nettoschulden in Höhe von 1,0 Mrd. Euro übernehmen. Dennoch gelte Dofasco als Wunschpartner des deutschen Stahlkonzerns, so dass der Markt einen solchen Schritt positiv aufnehmen müsste. Im übrigen sei die Thyssen-Krupp-Aktie derzeit unterbewertet.

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