Aktienfokus
Volkswagen (VW) knapp behauptet

Die Aktien von Volkswagen sind am Montag nach Pressemeldungen über die mögliche Ausgestaltung des Sanierungsprogrammes mit deutlichen Kursverlusten in den Handel gestartet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von Volkswagen sind am Montag nach Pressemeldungen über die mögliche Ausgestaltung des Sanierungsprogrammes mit deutlichen Kursverlusten in den Handel gestartet. Bis 11.40 Uhr zeigten sich die Papiere von ihrem Tagestief bei 62,76 Euro erholt und gaben 0,59 Prozent auf 63,67 Euro nach. Der Dax sank gleichzeitig um 0,22 Prozent auf 6 081,59 Zähler.

Die Analysten der DrKW äußerten sich grundsätzlich positiv gegenüber den neuen Meldungen. Die Neuausrichtung des Produktionsnetzwerkes und die Rationalisierung bei der Modellfertigung komme der Realität näher als bislang diskutierte härtere Maßnahmen. VW erscheine gewillt, die Umstrukturierungen ohne größere Stelenabbauten zu realisieren. Mit der möglichen Produktion des Audi A3 in Wolfsburg sinke die dortige Abhängigkeit von der Golf-Fertigung und steige gleichzeitig die Auslastung. Ein Zusammenrücken zwischen VW und Audi könne allerdings Zweifel über die relative hohe Bewertung für Audi aufwerfen. DrKW stuft VW mit "Reduce" und einem Kursziel von 46 Euro ein. Händlern zufolge lieferten die Pressemeldungen dagegen wenig Neues. Die entscheidende Frage sei weiter der Zeitpunkt von konkreten Beschlüssen. Bis dahin bleibe der Wechselkurs des Euro Haupteinflussfaktor für die Automobilwerte.

VW will das Stammwerk in Wolfsburg besser auslasten und dies durch Produktionsverlagerungen von Audi erreichen. Nach Berichten des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" und der Branchenzeitung "Automobilwoche" ist ein Umzug der Produktion des Audi A3 von Ingolstadt nach Wolfsburg im Gespräch. Dagegen zitierte die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh mit der Aussage, der neue Audi A3 werde nicht in Wolfsburg gebaut. Händler verwiesen zudem auf Berichte, wonach Osterloh die Beschäftigten auf Sanierungsschritte und längere Arbeitszeiten vorbereite. Die "Wirtschaftswoche" schrieb, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sei als Nachfolger von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch im Gespräch.

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