Aktienkurs fällt
US-Sanktionen gegen Russland treffen Metro hart

Sie hatten mit ihrem Russlandgeschäft viel vor: Der Handelskonzern Metro wollte Teile an die Börse bringen, sobald sich die aktuelle Krise etwas beruhigt. Doch da es danach nicht aussieht, sacken die Papiere im MDax ab.
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FrankfurtDie verschärften Russland-Sanktionen haben Anleger von Metro an den Börsengang-Plänen für das russische Großmarktgeschäft zweifeln lassen. Die Aktien von Metro fielen am Donnerstag um bis zu 2,7 Prozent auf 31,11 Euro und waren damit der größte Verlierer im Nebenwerteindex MDax.

Die US-Regierung hat wegen der Ukraine-Krise weitreichende Sanktionen gegen russische Unternehmen wie Gazprombank und Rosneft verhängt. Die EU beschloss unter anderem, dass zwei europäische Förderbanken keine neuen Projekte in Russland mehr genehmigen dürfen. „Die Wiederaufnahme der IPO-Pläne bei Metro könnte dadurch vielleicht gefährdet sein“, sagte ein Händler. Die Düsseldorfer hatten den ursprünglich um Ostern diesen Jahres angepeilten Börsengang wegen der Krim-Krise auf Eis gelegt.

Wie Reuters Ende Juni aus Unternehmens- und Finanzkreisen erfahren hatte, erwägt Metro einen Neustart bei Stabilisierung der politischen Situation rund um die Ukraine-Krise. Damals hieß es, eine Wiederaufnahme der Pläne zum Ende des dritten Quartals sei in diesem Fall nicht unrealistisch. Metro will nach früheren Angaben bis zu 25 Prozent des Russlands-Geschäfts seiner Großmarktsparte an die Londoner Börse bringen.

Durch die neuen Sanktionen gerieten an den europäischen Börsen zudem Papiere der stark in Russland engagierten Banken unter Druck. So verloren die Aktien der österreichischen Raiffeisen Bank International mehr als drei Prozent, die italienische Unicredit gaben ein Prozent ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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