Aktienkurs im letzten Halbjahr um 60 Prozent gestiegen – Experten loben Wachstumsstrategie
Mexikanischer Mobilfunker AMX ist Liebling der Analysten

Wenn man mexikanische Analysten nach ihren Börsenlieblingen fragt, wird seit Monaten eine Aktie genannt: América Móvil (AMX). Das Mobilfunkunternehmen besticht die Finanzexperten mit gesunden Finanzen, einer klaren Strategie und einer durchdachten Einkaufspolitik.

MEXIKO-STADT. Fast im Monatsrhythmus erhöhte die Investmentbank Merrill Lynch das Kursziel für die Aktie, die im letzten halben Jahr über 60 % zugelegt hat und gegenwärtig an der New Yorker Börse bei rund 23,45 Dollar notiert.

Beeindruckend waren die Zahlen des zweiten Quartals. AMX gewann 2,6 Millionen Neukunden, vor allem durch Zukäufe in Brasilien. Der Umsatz belief sich auf 19,7 Mrd. Peso (rund 1,79 Mrd. Dollar), was einem Plus von 45 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebitda) lag bei 7,6 Mrd. Peso (690 Mill. Dollar). „América Móvil hat gezeigt, dass es wachsen kann und dabei finanziell gesund bleibt“, lobt Telekomexperte Manuel Jiménez vom Investmenthaus Vector. „AMX ist unser Topwert in Lateinamerika“, sagt Merrill-Lynch- Analystin Whitney Johnson. Die Wachstumsgeschichte des Mobilfunkanbieters stecke erst in ihren Anfängen, meint Johnson.

Kaum ein Unternehmen hat sich in so kurzer Zeit so rasant entwickelt wie América Móvil. Seit seiner Gründung im September 2000 hat AMX eine aggressive Expansionspolitik mit dem Ziel betrieben, in Lateinamerika Marktführer für mobiles Telefonieren zu werden. Inzwischen besitzt das Unternehmen 35 % Marktanteil auf dem Subkontinent und liegt damit weit vor der spanischen Telefónica móviles mit 25 % und Telecom Italia mit 14 %. Mit mittlerweile 38,5 Millionen Kunden belegt das Unternehmen weltweit sogar den achten Rang noch vor dem US-Anbieter Verizon und Telefónica móviles.

Hinter der Expansionspolitik von AMX steckt Carlos Slim, Hauptaktionär des Unternehmens und reichster Unternehmer Lateinamerikas. Slim ist zugleich Hauptaktionär von Teléfonos de México, Lateinamerikas größtem Festnetz-Telefonanbieter, besitzt eine große Restaurantkette, und ist Eigentümer von Zigarettenfabriken und Silberminen. Das Magazin „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 11,5 Milliarden Dollar.



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