Aktienkurse fallen
Raus aus Osteuropa

Die Krise in der Ukraine schlägt voll durch auf Firmen mit Engagement in Osteuropa. Anleger fliehen aus Papieren von Finanzdienstleistern oder Konsumgüterherstellern. Die Aktienkurse rauschen in den Keller.
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FrankfurtWegen der Eskalation der Krim-Krise haben sich Anleger am Montag in großem Stil von Papieren von Unternehmen mit einem starken Engagement in Russland und der Ukraine getrennt. Aktien der österreichischen Raiffeisen Bank, der italienischen Unicredit, der französischen Credit Agricole, der polnischen PKO und der ungarischen OTP brachen um drei bis über zehn Prozent ein. OTP waren mit 3596 Forint (11,48 Euro) so billig wie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Der europäische Banken-Index rutschte um 3,1 Prozent ab.

Am Mittag teilte die Unicredit mit, ihre ukrainische Tochter begrenze die Abhebungen an den dortigen Geldautomaten auf 1500 Hrywnia (rund 200 Euro). Sie reagiere damit auf eine Bitte der ukrainischen Zentralbank an alle Institute des Landes, den Geld-Abzug zu regulieren.

Außerhalb der Finanzbranche stand Adidas unter besonders starkem Verkaufsdruck. Die Aktien des Sportartikel-Herstellers, dessen drittwichtigster Markt Russland ist, fielen um 4,7 Prozent. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit dem holprigen Start eines neuen Vertriebszentrums zu kämpfen.

Die Papiere des Arzneimittel-Herstellers Stada, dessen Russland-Geschäft 2014 Analysten zufolge ein knappes Viertel des Umsatzes ausmachen wird, brachen um bis zu 8,3 Prozent ein. Metro-Aktien gaben zeitweise knapp acht Prozent ab. Die Krim-Krise setzt ein Fragezeichen hinter den geplanten Börsengang des Großmarkt-Geschäfts in Russland.

An der Pariser Börse verlor der Autobauer Renault bis zu 5,8 Prozent auf 68,01 Euro. Der Bierbrauer Carlsberg büßte in Kopenhagen bis zu sieben Prozent auf 531 Kronen ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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