Aktienpaket abgestoßen: US-Großinvestor verkauft VW – Aktie knickt ein

Aktienpaket abgestoßen
US-Großinvestor verkauft VW – Aktie knickt ein

Die Deutsche Bank verkauft Volkswagen-Aktien in großem Stil für einen Kunden. Die Platzierung des Aktienpakets drückt die Aktie tief ins Minus. Inzwischen ist klar, wer hinter dem Verkauf steckt.
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FrankfurtDie Deutsche Bank hat im Auftrag eines Kunden ein Paket von VW-Vorzugsaktien über fast eine Milliarde Euro verkauft. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren wurden 5,8 Millionen Vorzugsaktien des Autoherstellers platziert, teilte das Institut am Freitag mit. Zunächst war gerätselt worden, wer hinter dem Verkauf steckt. Inzwischen ist klar: Ein US-Fonds ist der Verkäufer.

Die Aktien seien zu einem Preis von 158 Euro je Titel platziert worden, teilte die Deutsche Bank am Freitag mit. Damit hat das Paket einen Wert von rund 914 Millionen Euro. Die Papiere wurden im Auftrag des VW-Aktionärs Waddell & Reed Investment Management veräußert. Nach Reuters-Daten verfügt der Großaktionär nun noch über 1,07 Millionen VW-Vorzugsaktien. Das platzierte Paket entspricht nach Reuters-Daten rund 3,4 Prozent der im Streubesitz zirkulierenden Vorzugsaktien.

Die VW-Titel fielen in Frankfurt zeitweise um vier Prozent auf 158 Euro. Bereits am Donnerstag erwischte die VW-Aktie einen schlechten Tag. Die Volkswagen-Titel fielen um 1,1 Prozent. Anleger waren vor allem vom Ausblick enttäuscht. Der Autobauer verspürt wegen der Absatzkrise in Europa zunehmend Gegenwind. Beim operativen Gewinn erwartet der Vorstand ein weiteres Jahr Stagnation.. "Die Dynamik bei der Aktie hat sich ein bisschen abgeschwächt", sagte Jürgen Pieper, Analyst bei Bankhaus Metzler in Frankfurt. "Der Markt ist vom Ausblick ein wenig enttäuscht, aber VW ist bei seinen Aussagen vorsichtig geworden, weil der Konzern in den vergangenen Jahren so offensichtlich erfolgreich agierte."

Die meisten Analysten sind dennoch weiterhin von VW überzeugt. Die Commerzbank hat die Einstufung für die Aktie gestern mit "Kaufen" und einem Kursziel von 195 Euro bestätigt. Audi-Vertriebschef Luca de Meo habe sich auf einer Investorenveranstaltung eher optimistisch gezeigt, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Donnerstag.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie sieben Prozent verloren, damit kommt VW auf eine Marktkapitalisierung von 72 Milliarden Euro. Langfristig ist die VW-Aktie ein Glücksfall für Aktionäre. Seit dem Einbruch des Dax 2009 hat die VW-Aktie fast 150 Prozent zugelegt.

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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • "Es gibt derzeit sicher viele Investoren, die gerne aus dem einen oder anderen Wert aussteigen möchten, aber nicht können, da ihnen die privaten Kleinanleger, denen man den Schrott in kleinen Tranchen als Verlustübernehmer andrehen könnte, abhanden gekommen sind."

    Volltreffer !!!

  • Was die Amis mit dem DAX vorhaben, davon kann Deutsche Bank und seine gierigen Anleger noch nicht einmal davon träumen!

  • Geschäfte in dieser Größenordnung werden üblicherweise außerhalb des normalen Handel gemacht. Wenn Milliarden verwaltende Fonds sich über dieses Tabu hinwegsetzen, wird es spannend.

    Immerhin sind die großen Investoren darauf angewiesen, die Kurse bei Laune zu halten. Wird einer nervös, schadet er sich selbst und den Kollegen, auf deren diskrete Abwicklung er bei anderen Werten in seinem Depot angewiesen ist.

    Es gibt derzeit sicher viele Investoren, die gerne aus dem einen oder anderen Wert aussteigen möchten, aber nicht können, da ihnen die privaten Kleinanleger, denen man den Schrott in kleinen Tranchen als Verlustübernehmer andrehen könnte, abhanden gekommen sind.

    Von daher ist man aufeinander angewiesen und gezwungen, immer weiter zu investieren, um die Kurse bei Laune zu halten und nicht realisierbare Gewinne auszuweisen. Gewinnmitnahmen sind nicht drin.

    Werden einige Leutchen nervös, könnte das sehr interessant werden.

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