Aktienstrategie: Rückschläge zum Kauf nutzen

Aktienstrategie
Rückschläge zum Kauf nutzen

Die Notenbanken haben die Märkte mit billigem Geld geflutet. Doch manche Branchen wie Telekom und Energie haben die Rally nicht mitgemacht. Analysten halten die Titel für unterschätzt.

FrankfurtAktien, Aktien, Aktien – bei Strategen und Vermögensverwaltern stehen Dividendentitel ganz oben auf der Favoritenliste. Ökonomen verweisen vor allem auf die Geldflut der Notenbanken. Die ist ihrer Ansicht nach eine Ursache für den historischen Kurssprung des deutschen Standardwerteindexes Dax von mehr als einem Fünftel seit Jahresanfang. Hinzu kommen die Umschuldung Griechenlands und die erstarkende Konjunktur vor allem in den USA und Deutschland. Außerdem schützen diese Sachwerte vor Inflation, die viele Investoren fürchten als Folge der Rekordverschuldung der westlichen Welt.

„Die enorme Überschussliquidität, Wirtschaftswachstum, niedrig bewertete Aktienmärkte und fehlende Alternativen bilden ein gutes Fundament für weiter steigende Kurse“, sagt Peter Huber, unabhängiger Vermögensverwalter und Gründer des Fondsanbieters Starcapital.

Auch wer die Kurserholung seit Jahresanfang verpasst hat und derzeit noch wenig Aktien besitzt, „sollte zumindest anfangen zu kaufen“, rät Huber. Die nächsten Rückschläge kommen bestimmt – als Beispiele nennt er den Iran-Konflikt und die ökonomische Misere der europäischen Mittelmeerstaaten. „Solche Momente sollte man für Zukäufe nutzen.“

Besondere Chancen rechnen sich professionelle Investoren und Strategen bei europäischen Aktien aus. Diese Dividendentitel haben im Gegensatz zu US-Werten bisher kaum von der Liquiditätsspritze der Notenbanken profitiert, obwohl es diese Geldflut ist, die die Märkte derzeit am heftigsten stimuliert. „Die Börsen beginnen gerade erst, nach oben auszubrechen“, sagt Vermögensverwalter Huber. „Der EuroStoxx50-Index müsste sich mehr als verdoppeln, um seine alten Höchststände zu erreichen.“ US-Indizes und der Dax seien da schon viel weiter.

„Über Europa liegt eine Menge Nervosität“, meint auch Uwe Zöllner, Chef für europäische Aktien beim US-Fondsanbieter Franklin Templeton. Ursache dafür sei noch immer die ungelöste Schuldenkrise. Zwar beruhige sich seit der Umschuldung Griechenlands die Lage allmählich, doch in den am höchsten verschuldeten Ländern könne die Situation schnell wieder außer Kontrolle geraten, sagt er.

Aktuell spiegelten die Kurse an den Kapitalmärkten besonders die Gefahren in Portugal und Spanien wider, abgeschwächt auch in Italien. Auch deswegen hinkt der europäische Aktienmarkt dem der USA hinterher, wie Zöllner meint. Im Vergleich zu ihren historischen Durchschnittspreisen sind Dividendentitel in Europa seiner Ansicht nach noch günstig bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt auf Grundlage der Gewinnschätzungen für dieses Jahr 9,9 – gegenüber dem langfristigen Mittel von 13,5.

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