Aktuelle Probleme sind nach Ansicht von Analysten im Kurs berücksichtigt
Schwarz Pharma hat Potenzial

Der Kauf von Pharmaaktien gilt unter Investoren gemeinhin als defensive Form der Geldanlage. Nicht so bei Schwarz Pharma. Anleger, die sich die Aktie des Generika-Herstellers vor zwei Jahren ins Depot legten, haben eine Achterbahnfahrt hinter sich.

DÜSSELDORF. Ende 2002 vervierfachte sich der Kurs innerhalb von vier Wochen. Ein Jahr später sackte er innerhalb eines Monats um die Hälfte zusammen. Und zuletzt ging es mit der Aktie wieder um 40 % nach oben. Für den jüngsten Kursanstieg sorgte das Urteil eines US-Gerichts, das den rechtmäßigen Vertrieb des Magenmittels Omeprazole, einer Kopie des Medikaments Prilosec von Astra Zeneca, bestätigte.

Zwar gibt es damit endlich Rechtssicherheit, dem Geschäft hilft der richterliche Entscheid aber wenig. Denn seit einem Jahr bieten Novartis, Mylan und Procter & Gamble ähnliche Medikamente an, der Marktanteil von Schwarz-Pharma ist auf 50 % geschrumpft. Der Preis für Omeprazole wird daher im laufenden Jahr voraussichtlich bis zu 80 % einbrechen – und 2003 lieferte das Mittel noch 60 % des Umsatzes.

Auch die Zahlen, die Schwarz-Pharma am Mittwoch präsentiert, werden alles andere als berauschend ausfallen: Schon im vergangenen September reduzierte Patrick Schwarz-Schütte, der Chef des Unternehmens, die Gewinnerwartung um mehr als die Hälfte auf 120 Mill. Euro – dieses Ziel hat er nach Einschätzung der Analysten aber auch erreicht. Die Aktionäre können zumindest auf eine leichte Anhebung der Dividende hoffen: Für 2002 hatte das Unternehmen 0,60 Euro je Aktie gezahlt, erwartet werden nun 0,65 bis 0,75 Euro. Das ist immer noch eine magere Ausschüttung. Da der Gewinn 2004 deutlich sinken dürfte, rechnet Marcus Konstanti von Sal. Oppenheim damit, dass Schwarz-Schütte den Gewinn des abgelaufenen Jahres vor allem in die Forschung investieren wird. Für den Schwarz-Chef soll das Ergebnis in 2004, wie er selbst sagt, „den Sockel bilden, auf dem der Konzern mit neuen Produkten aufbauen wird, vor allem in den USA“.

Für das laufende Jahr reduzierte Oliver Schlüter, Analyst bei der DZ-Bank seine Gewinnprognose von 67 Mill. auf 45 Mill. Euro. Die Konsensschätzung der Analysten für 2004 liegt mit 1,09 Euro je Aktie weit unter den Erwartungen für 2003.

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