Aktuelle Umfrage unter 205 Unternehmen
Börsendebütanten geben Emissionsbanken schlechte Noten

Die Börsenneulinge der vergangenen zwei Jahre geben ihren Banken schlechte Noten: Jedes sechste Unternehmen, das 2005 oder 2006 in Deutschland den Gang an die Börse wagte, war nicht zufrieden mit den Leistungen der begleitenden Institute.

HB FRANKFURT. Zu dem Schluss kommt eine Befragung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) mit dem Bankhaus Lampe und der SMS Strategic Management Solutions, die am Dienstag in Frankfurt vorgestellt wurde. Die Banken kamen deutlich schlechter weg als Anwälte, die von den Unternehmen das größte Lob bekamen.

Rund 40 Prozent der Umfrageteilnehmer würden bei einer Kapitalmaßnahme nicht mehr mit dem gleichen Team zusammenarbeiten wollen. Mit dem Gang an die Börse selbst sind 92 Prozent der Umfrageteilnehmer trotz aller Kritik zufrieden.

Für das schlechte Abschneiden der Emissionsbanken machen die Auftraggeber der Umfrage das „natürliche Spannungsfeld“ verantwortlich, in dem jene sich bei einem Börsengang befinden: Einerseits müssten die Banken den Unternehmenswert möglichst hoch schätzen, um das Mandat für den Börsengang zu erhalten, andererseits müssten sie die Aktien den Investoren möglichst günstig verkaufen, um die Papiere an den Mann zu bringen. Viel besser hätten es die beratenden Rechtsanwälte, sagte der Leiter des DAI, Rüdiger von Rosen: Sie gäben den Managern ein Sicherheitsgefühl.

Für die Studie wurden 205 Unternehmen befragt, die 2005 oder 2006 in Deutschland entweder neue Aktien ausgaben oder sich an der Börse notieren ließen, 51 Fragebögen wurden ausgewertet.

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