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Allianz mit deutlichen Gewinnen - Zahlen sehr positiv

Die Aktie der Allianz hat am Freitag nach der Vorlage von Geschäftszahlen deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Versicherer hatte in den ersten neun Monaten des Jahres seinen Gewinn stärker als von Analysten erwartet gesteigert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der Allianz hat am Freitag nach der Vorlage von Geschäftszahlen deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Versicherer hatte in den ersten neun Monaten des Jahres seinen Gewinn stärker als von Analysten erwartet gesteigert. Zudem erhöhte die Allianz ihre Prognosen für die Tochter Dresdner Bank und die Prämieneinnahmen.

Die Aktie legte bis 9.20 Uhr um 2,65 Prozent auf 93,30 Euro zu, während der Dax um 0,62 Prozent auf 4 156,32 Punkte kletterte. Damit stieg der Wert an die Spitze des Dax und auf den höchsten Wert seit Ende April.

Die Zahlen sind nach Einschätzung der HVB "extrem stark". Vor allem der starke Rückgang der Schadenkosten-Quote sei überraschend gut, schreibt HVB-Experte Lucio Di Geronimo in einer Studie. Außerdem fiel der Gewinn der Dresdner Bank höher aus als von ihm erwartet. Dies sei vor allem auf den starken Rückgang der Risikovorsorge zurückzuführen. Der HVB-Analyst bestätigte sowohl seine Einstufung "Outperform" als auch das Kursziel von 117 Euro für die Aktie.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) äußerte sich ebenfalls positiv. "Die Qualität des Zahlenwerkes beurteilen wir als gut, da nur in einem geringen Maße Kapitalanlagegewinne realisiert wurden und die Steuerquote relativ hoch ausfiel", schreibt LRP-Analyst Jochen Schmitt in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Er bestätigte die Aktie mit "Outperformer" sowie einem Kursziel von 110 Euro bis Ende 2005. "Die Quartalszahlen sollten das Sentiment gegenüber der Aktie verbessern."

Zurückhaltender äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer. Die Zahlen seien alles in allem positiv zu werten, sagte er. Gleichwohl sei etwa die angehobene Prognose für die Dresdner Bank erwartet worden und keine Überraschung mehr. Selbst der neue Ausblick erscheine ihm konservativ, sagte der Händler weiter. Vom Ergebnis in der Sparte Lebens- und Krankenversicherung sei er etwas enttäuscht. "Die Aktie sollte im frühen Handel profitieren. Aber eine überkaufte Situation ist bedrohlich".

Nach Ansicht eines Händlers sind vor allem die Geschäfte in Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten erstarkt. Der deutsche Markt bleibe der herausragende, obwohl er im Quartalsvergleich nicht zugelegt habe. Der Händler bewertete das Abschneiden der Dresdner Bank als leicht enttäuschend und verwies auf die Verschlechterung der Schaden-Kostenquote bei der Tochter.

Die Privatbank Merck Finck & Co. sieht hingegen ein Ende bei der Baustelle Dresdner Bank voraus. Der Gewinn der Dresdner Bank sei nach neun Monaten deutlich besser ausgefallen als erwartet, sagte Analyst Konrad Becker. Mit der am Freitag angehobenen Prognose eines Gewinns nach Restrukturierungskosten für die Dresdner Bank sei ein Ende der Verluste bei der Banktochter abzusehen. Außerdem habe an den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der starke Rückgang der Risikovorsorge überrascht, sagte Becker, der die Aktie weiter mit "Buy" sowie einem Kursziel von 107 Euro einstuft.

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