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Allianz nach Gerüchten um Dresdner-Verkauf auf Tageshoch

Allianz-Aktien haben am Mittwochvormittag von Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Dresdner Bank profitiert. Bis gegen 11.55 Uhr kletterten die Papiere des Versicherers um 2,78 Prozent auf 97,90 Euro - kurz zuvor wurde bei 98,20 Euro das bisherige Tageshoch markiert.

dpa-afx FRANKFURT. Allianz-Aktien haben am Mittwochvormittag von Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Dresdner Bank profitiert. Bis gegen 11.55 Uhr kletterten die Papiere des Versicherers um 2,78 Prozent auf 97,90 Euro - kurz zuvor wurde bei 98,20 Euro das bisherige Tageshoch markiert. Die Titel standen damit an der Spitze des deutschen Leitindex Dax , der gleichzeitig um 0,55 Prozent auf 4 628,87 Punkte stieg.

Am Markt kursieren Händlern zufolge Gerüchte, dass die Allianz die Dresdner Bank an die Deutsche Bank verkaufen könnte. Auslöser soll ein Artikel im Manager-Magazin sein. In der aktuellen Ausgabe prüfen die Autoren, wer mit wem im Finanzsektor zusammengehen könnte: Deutsche Bank und Dresdner Bank werden in Verbindung gebracht - die Wahrscheinlichkeit wird aber nur mit fünf Prozent und damit unter den Alternativen am geringsten bewertet. Ein Sprecher der Allianz kommentierte die Spekulationen auf Anfrage nicht.

Nachdem Dresdner nun profitabel geworden sei, stellt sich nach Ansicht eines Händlers ohnehin die Frage nach dem Sinn einer solchen Aktion. Dennoch sorge die Spekulation für neue Fantasie und lenke die Aufmerksamkeit bei ansonsten dünner Nachrichtenlage auf den Titel. Dies verdeutlichen die stark erhöhten Umsätze - bis zum Mittag ist mehr als das durchschnittliche Tagesvolumen umgegangen. Die Spekulationen treten laut Marktteilnehmern immer wieder am Markt auf.

Die WestLB kann sich einen Verkauf der Dresdner Bank durch die Allianz "nicht vorstellen". Möglich sei allerdings ein Teilverkauf - die am Markt kursierenden Gerüchte dürften sich am ehesten auf den Investmentarm Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) beziehen, sagte Analyst Carsten Zielke. Allerdings stelle sich die Frage, ob sich die Deutsche Bank mit DrKW verstärken könnte. Zielke hält die erneut aufkommenden Spekulationen daher für "unbegründet".

HVB-Analyst Lucio Di Geronimo stufte das Gerücht ebenfalls als "höchst unwahrscheinlich" ein. Anleger sollten nicht auf die Geschichte setzen, dass DrKW vermutlich an die Deutsche Bank verkauft wird und die Erlöse für den Kauf der restlichen Anteile der italienischen Allianz-Tochter Riunione Adriatica di Sicurta RAS genutzt würden. Beide Teile der Geschichte machten aus Sicht des Analysten zwar Sinn, dürften aber dennoch nicht zustande kommen.

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