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Allianz vorbörslich schwach - RAS-Übernahme und Platzierung

Allianz-Aktien sind am Montag wegen Spekulationen um eine Platzierung nach der Übernahme der restlichen Anteile an der Riunione Adriatica di Sicurta (RAS) vorbörslich unter Druck geraten. Die Titel des Finanzkonzerns wurden bei Lang & Schwarz bei 107,19 und 107,69 Euro gehandelt.

dpa-afx FRANKFURT. Allianz-Aktien sind am Montag wegen Spekulationen um eine Platzierung nach der Übernahme der restlichen Anteile an der Riunione Adriatica di Sicurta (RAS) vorbörslich unter Druck geraten. Die Titel des Finanzkonzerns wurden bei Lang & Schwarz bei 107,19 und 107,69 Euro gehandelt. Am Freitag standen minus 0,21 Prozent auf 109,07 Euro zu Buche. Den Dax sieht Lang & Schwarz bei 5 028 Punkten gut behauptet.

Die Allianz hatte am Sonntag mitgeteilt, ihre italienische Tochter RAS für 5,7 Mrd. Euro vollständig zu übernehmen. Bis zu zwei Mrd. Euro würden aus dem Eigenkapital bedient, davon werde etwa eine Mrd. Euro bezugsrechtsfrei aus genehmigtem Kapital platziert. Der Gewinn je Allianz-Aktie steige mit der Transaktion leicht, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Die Verschmelzung der Allianz auf die RAS sei ein wesentlicher Baustein zur Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea/SE).

Händler sehen das Vorhaben übereinstimmend positiv. RAS sei einer der verlässlichsten Cash-Bringer des Konzerns. Zudem habe die Verschmelzung bereits für das laufende Jahr positiven Einfluss auf den Gewinn je Aktie (EPS), betonte ein Händler an. Ein anderer Marktteilnehmer verwies zudem auf die Erhöhung der Dividende von 1,75 Euro im Vorjahr auf nun 2,00 Euro als positiven Einfluss.

Interessant ist nach Einschätzung der Hypovereinsbank (HVB) bei den nun bekannt gewordenen strategischen Schritten der Allianz vor allem die Gründung einer Europäische Gesellschaft und die Bündelung der Versicherungsaktivitäten in einer Deutschland Holding. "Die Pläne und Synergien, die auf diesem Wege geschaffen werden können, sind spannend", sagte HVB-Analyst Lucio di Geronimo. Die Übernahme der restlichen Anteile an RAS komme dagegen nicht überraschend. Die Transaktion mache jedoch Sinn und sei wertschaffend, mittlerweile sei der bezahlete Preis allerdings mit dem annähernd dreifachen Buchwert hoch./

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