Alstria kündigt Börsengang an
Immobilien-AGs sind bereit für die Börse

Es könnte das Jahr der Börsenneulinge aus der Immobilienbranche werden. Gleich mehrere Gesellschaften stehen in den Startlöchern. Eine davon ist die Alstria Office AG, die darauf spekuliert, der erste so genannte Reit in Deutschland zu werden.

HB DÜSSELDORF. Alstria Office, Deutschland-Tochter des französischen Sale-and-Lease-Back-Spezialisten Natixis, kündigte gestern an, noch vor dem Sommer Mittel aus einer Kapitalerhöhung an die Börse zu bringen. Konsortialführer sei JP Morgan. Zum Konsortium gehören außerdem die Deutsche Bank und M.M. Warburg. Alstria strebe eine Notierung im Geregelten Markt (Prime Standard) an. Zum Emissionsvolumen machte Alstria keine konkreten Angaben. „Das Unternehmen erwartet, mindestens 220 Millionen Euro als Erlös durch den Börsengang einzunehmen“, sagte Alstria-Vorstandschef Olivier Elamine. Das aus Bürogebäuden bestehende Immobilienvermögen beträgt etwa 1,6 Mrd. Euro. Alstria will in den kommenden drei Jahren jährlich 500 Mill. bis 750 Mill. Euro in Bürogebäude investieren.

Das Börsendebüt vor Augen hat auch die Polis AG, an der die Rabobank und die Familie Mann mit je knapp einem Drittel beteiligt sind. Auch Polis ist ein reiner Büroimmobilieninvestor, dessen Portfolio rund 140 Mill. Euro umfasst.

Ein ganz anderes Kaliber wäre allerdings der Börsengang der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington (DA). Der scheint nicht vom Tisch, obwohl Guy Hands, Chef des DA-Mehrheitseigners Terra Firma, einen Verkauf an Wettbewerber Gagfah propagiert. Finanzkreisen zufolge verschob Terra Firma den DA-Börsengang ohnehin auf das dritte oder vierte Quartal. Über Verkauf oder Börsengang soll in den nächsten zwei bis drei Monaten entschieden werden. Das erwartete Emissionsvolumen liegt bei 1,5 bis 2 Mrd. Euro. Für einen Zusammenschluss mit Gagfah spreche die Größe, hieß es in Bankenkreisen. Gagfah hätte dann rund 400 000 Wohnungen im Bestand und wäre noch vor dem britischen Granger Trust Europas führendes Wohnungsunternehmen .

Darüber hinaus haben die IPO-Watcher – abgesehen von diversen kleinen Gesellschaften – noch das Kölner Schwergewicht Corpus auf der Liste. An Corpus sind drei Sparkassen und Gründer Michael Zimmer beteiligt.

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