Altaktionäre machen Kasse
Firmen drängen an die Börse

Die gute Stimmung am Aktienmarkt führt dazu, dass noch den gesamten Juli über namhafte Unternehmen an die Börse drängen. Bisher waren die meisten Investmentbanker davon ausgegangenen, dass ab Mitte Juli vorerst Schluss ist nach dann über 20 Börsengängen (IPO) im Premiumsegment Prime Standard seit Jahresanfang.

FRANKFURT. Anschließend soll nach Ende der Sommerpause ab der zweiten Septemberhälfte – bei anhaltend guter Börsenstimmung – noch einmal mindestens die gleiche Anzahl folgen.Mit dem Lkw-Anhängerbauer SAF-Holland, der am 24. Juli auf dem Frankfurter Parkett debütieren will, hat am Wochenende ein weiteres namhafter Börsenkandidat Details zur Emission vorgestellt (ISIN: LU0307018795). Die Preisspanne von 22,50 bis 28 Euro lässt bei inklusive Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) über 13,2 Mill. angebotenen Aktien ein Emissionsvolumen von bis zu 371 Mill. Euro erwarten.

Das Volumen liegt deutlich über den 300 Mill. Euro, von denen in der vergangenen Woche die Rede war. Diese Zahl wäre schon erreicht, wenn die Aktien am untersten Ende der Spanne ausgegeben würden. Börsianer gehen deshalb davon, dass das Unternehmen, das als Aktiengesellschaft Luxemburger Rechts firmiert, bei seiner internationalen Roadshow in der vergangenen Woche auf ein sehr gutes Echo bei Investoren gestoßen ist.

SAF-Holland ging erst Ende 2006 aus der Fusion der deutsche Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) und der amerikanischen Holland Group hervor. Die neue Gesellschaft fertigt für Lkw-Anhänger Achsen und Achssysteme, Fahrwerke, Sattelkupplungen und den so genannten „Königszapfen“, das Gegenstück zur Sattelkupplung am Auflieger. Pro forma hat das fusionierte Unternehmen im vergangenen Jahr mit über 3 100 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten einen Umsatz von 770 Mill. Euro erzielt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 65 Mill. Euro.

Als Manko an der Emission haben Investoren den nur geringen Erlös von maximal 143 Mill. Euro ausgemacht, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung direkt dem Unternehmen zufließen soll. Damit sollen dann vor allem Schulden bis auf rund 230 bis 240 Mill. Euro getilgt werden, hieß es in einer Studie von Konsortialführer Morgan Stanley. Die Zeichnungsfrist beginnt heute und endet am 20. Juli.

Seit Freitag bis kommenden Donnerstag können die bis zu 6,9 Mill. Aktien des Holzbearbeiters Homag für 29 bis 35 Euro gezeichnet werden (ISIN DE0005297204). Die Erstnotiz ist für Freitag geplant. Vom Erlös von maximal 240 Mill. Euro gehen jedoch bestenfalls 40 Mill. Euro an Homag selbst. Der Rest fließt an abgebende Altaktionäre. Im so genannten Handel per Erscheinen, wo für Aktien bereits vor der eigentlichen Börsennotiz ein Kurs erstellt wird, gab es trotzdem spürbares Interesse. Die Papiere wurden in einer Spanne von 33,50 bis 35,50 Euro gehandelt.

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