Alteigentümer geben Anteile ab
Börsengang von Standard Life fällt größer aus

Trotz der jüngsten Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten dürfte der milliardenschwere Börsengang des britischen Versicherers Standard Life größer ausfallen als bislang erwartet.

HB LONDON. Zusätzlich zur geplanten Kapitalerhöhung werden aller Wahrscheinlichkeit nach umfangreiche Aktienpakete aus dem Besitz von Alteigentümern auf den Markt kommen. Finanzkreise rechnen mit einem Emissionsvolumen von insgesamt deutlich über zwei Mrd. Pfund. Wie groß genau die Platzierung wird, ist allerdings noch unklar. Ab dem kommenden Donnerstag beginnen die begleitenden Banken UBS und Merrill Lynch mit der so genannten Vorvermarktung für den größten britischen Börsengang seit fünf Jahren. In dieser Phase loten die Banken die Preisvorstellungen der Investoren aus.

Die Geldhäuser schätzen den Marktwert von Standard Life auf insgesamt 5,5 Mrd. Pfund. Auf Basis dieser Zahlen würden dem Versicherer aus der geplanten Kapitalerhöhung 1,4 Mrd. Pfund zufließen.

Bislang ist das 181 Jahre alte Traditionsunternehmen als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert. Ende Mai hatten die Mitglieder die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und den Gang an den Kapitalmarkt beschlossen. Der Prospekt mit Details zu den Plänen soll Mitte Juni veröffentlicht werden und die Aktie im Juli im Handel starten. Im Zuge der Umwandlung sollen die bisherigen Mitglieder des Versicherungsvereins jeweils 185 Aktien des Konzerns plus eine Barkomponente zwischen 500 und 1 000 Pfund erhalten. In den kommenden Wochen müssen die Mitglieder entscheiden, ob sie ihre zugeteilten Aktien behalten oder lieber den gesamten Anteil in bar ausbezahlt bekommen wollen. Die Aktien der Mitglieder, die sich für die Barvariante entscheiden, sollen im Zuge des Börsengangs zusätzlich zur Kapitalerhöhung an den Markt gebracht werden, bestätigte ein Sprecher von Standard Life.

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