Alteigentümer steigen aus
Norma will eine halbe Milliarde einsammeln

Die Liste der Börsenkandidaten in Deutschland füllt sich. Vor Ostern könnte es noch mehrere IPOs geben. Ein heißer Kandidat ist das hessische Industriekonzern Norma, das bis zu 500 Millionen Euro einsammeln könnte.
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FrankfurtDer hessische Verbindungstechnik-Spezialist Norma macht sich nun offiziell auf den Weg an die Börse. Der Börsengang im streng regulierten Prime Standard in Frankfurt sei für die erste Jahreshälfte geplant, teilte das Unternehmen aus Maintal bei Frankfurt am Donnerstag mit. Damit reiht sich Norma in die Reihen der Firmen ein, die in Finanzkreisen noch vor Ostern am Kapitalmarkt erwartet werden - wie Hapag-Lloyd, Kabel BW oder GSW. Insgesamt könnte der Börsengang damit bis zu 500 Millionen Euro schwer werden.

Anfang dieses Jahres waren bereits RIB Software und Derby Cycle neu auf dem Kurszettel aufgetaucht, doch ihnen war wochenlang kein anderes Unternehmen gefolgt.

Der Hersteller von Schlauch- und Rohrschellen für industrielle Anwendungen gehört seit 2005 dem Londoner Finanzinvestor 3i, der damals weniger als 200 Millionen Euro für Norma auf den Tisch gelegt hatte. 3i-Deutschland-Chef Ulf von Haacke sagte Reuters, er hätte keine Bedenken, wenn Norma den Vorreiter unter den größeren Börsengängen des Jahres spielen würde. 3i hält derzeit rund 73 Prozent an Norma, die restlichen Anteile gehören den Altgesellschaftern der ABA sowie aktuellen und ehemaligen Norma-Managern und Aufsichtsräten.

Norma war 2006 aus ABA und Rasmussen entstanden. 3i und die anderen Altgesellschafter werden nun Anteile verkaufen. „Über die genaue Höhe des Abverkaufs kann ich heute noch keine Angaben machen. Wir wollen aber einen ausreichenden Streubesitz schaffen“, sagte von Haacke. Mit dem Börsengang steht 3i der Weg offen, später weitere Anteile zu verkaufen: Der Finanzinvestor habe mit dem IPO auch „einen Ausstieg in Stufen“ im Blick, sagte von Haacke. Mit den Aktien der Alteigentümer sollen auch Titel aus einer Kapitalerhöhung an den Mann gebracht werden. Norma selbst soll damit rund 150 Millionen Euro erlösen.

Das Unternehmen setzte 2010 rund 490 Millionen Euro um und beschäftigte 3500 Mitarbeiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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