Amazon gegen Google
Wer durchbricht die Schallmauer von 1000 US-Dollar?

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Eine Personalie als Fingerzeig

  • Video-Inhalte

Mit Amazon Prime Video hat der US-Handelsriese eine erfolgreiche Video-Plattform an den Start gebracht. Google ist mit Youtube seit Jahren im Video-Inhaltemarkt etabliert. Auch wenn beide Portale kaum vergleichbar sind: „Letztlich kämpfen Amazon und Google damit um die gleichen Kunden“, sagt Golinski. „Entweder ich nutze meine Zeit, um Videos bei Amazon Prime oder bei Youtube zu schauen“.

Amazon hat zudem vor einigen Jahren das Live-Streamingportal Twitch gekauft. Das ist besonders bei Gamern beliebt, die ihre Videospiele an Tausende Fans live übertragen. Als Reaktion darauf führte Youtube ebenfalls eine Livestreaming-Funktion ein. Doch mittlerweile können Twitch-Zuschauer das Videospiel, das sie ansehen, direkt bei Amazon bestellen – ein zusätzlicher Vertriebsweg.

  • Digitale Heimassistenten

Das Duell der beiden Tech-Giganten wird nun auch in den Wohnzimmern der Kunden ausgetragen: Beide Firmen produzieren digitale Heimassistenten, Google Home und Amazon Echo. Die Lautsprecherbox reagiert auf Sprachbefehle und kann zum Beispiel den Interneteinkauf auf Zuruf erledigen.

„Das ist ein rasant wachsender Zukunftsmarkt“, sagt Golinski – und die könnte für Google zum Problem werden: „Sprachbasierte Computerassistenten machen den Bildschirm überflüssig, womit auch der Werbeplatz wegfällt.“ Ein Angriff auf Googles ureigenes Kerngeschäft. Und die Internet-Pioniere aus dem Silicon Valley haben einen weiteren Nachteil: „Amazon hat mit der Vermarktung von Echo früher angefangen und eine höhere Verbreitung“, sagt Golinski. Google sei zudem kein klassischer Hardware-Hersteller.

In allen drei Bereichen scheint Amazon leicht die vorne zu legen. Wie hart der Wettbewerb zwischen beiden Konzernen geführt wird, illustriert auch eine Personalie: Google gelang es, den Entwickler von Kindle-Tablets und Amazon Echo, David Foster abzuwerben. Er sollte der Hardware-Sparte von Google auf die Sprünge helfen: Doch nach nicht einmal sechs Monaten schmiss Foster bei Google hin. Auch das könnte ein Fingerzeig für Aktionäre sein.

Kommentare zu " Amazon gegen Google: Wer durchbricht die Schallmauer von 1000 US-Dollar?"

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  • Die amerikanischen Flagschiffe schwimmen immer obenauf in der deutschen Medienlandschaft, egal was sie machen. Bei deutschen "Bösewichten" zeigt der Daumen jahrelang nach unten.
    Nicht wundern, wenn sich so allmählich ausländische Investoren in diese Boote setzen.

  • der kurs, ohne berücksichtigung der aktienzahl, ist in etwa so interessant wie diese news. ich geh morgen auch an die börse. mit 2 aktien. wert pro aktie 1500,-€. ma schauen wann google mich einholt

  • Ja, wie schon immer, so werden auch weiterhin die Unternehmen siegen, die auf Zukunfts-Technologien zurück greifen. K.I. und Quanten-Computer bei google und Amazon nutzt immer mehr die neuen Technologien für ihre logistische Abwicklung.

    Für mich sind beide Unternehmen einfach super aufgestellt, wie auch Alibaba.


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