Ambitionierte Ausgabe-Spanne
Fonds wollen Premiere-Preis drücken

Zwei Wochen vor dem Börsengang des Bezahlsenders Premiere ist das Ringen um die angemessene Bewertung des Unternehmens entbrannt. Fonds sind von der gestern vorgestellten Preisspanne von 24 bis 28 Euro für eine Aktie wenig überzeugt.

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Die angestrebte Preisspanne von 24 bis 28 Euro je Aktie sei ambitioniert, weil Premiere noch keinen Gewinn mache, sagte ein Union Invest-Sprecher am Mittwoch. Auch die Fondsgesellschaft DWS kündigte harte Preisverhandlungen an. Am Vortag hatte Premiere die Preisspanne für den Börsengang bekannt gegeben. Das Unternehmen wird dabei mit bis zu 2,3 Milliarden Euro bewertet.

Nach Einschätzung von Premiere-Chef Georg Kofler liegt die Preisspanne damit am unteren Ende der Analystenerwartungen. Auch ein DWS-Sprecher verwies auf die noch schwache Ertragslage von Premiere. Das Unternehmen schreibe gerade erst seit einem Jahr operativ schwarze Zahlen. Daher werde mit der Aktie viel Zukunft gehandelt. „Deswegen ist die Risikoprämie, die wir erwarten relativ hoch“, sagte der Sprecher. Grundsätzlich begrüße die DWS den Börsengang. „Damit wird der Kurszettel um ein interessantes Unternehmen bereichert.“

Auch Medienfondsmanager Marcus Stigler von Deka Invest setzt auf einen Preis am unteren Ende der Spanne. „Die Preisspanne ist am oberen Ende zu hoch“, sagte er. „Aber am unteren Ende könnte die Bewertung durchaus attraktiv sein.“

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