Analyse
Aktienmärkte erwarten „eine große Maßnahme“

Die Aktienmärkte erwarten angesichts der gegenwärtigen Situation laut Sentix "eine große Maßnahme" von Seiten des Staates und der Notenbanken. "Die Welt starrt ohnmächtig auf die Gefahr eines kollektiven Organversagens beim Patienten", schreibt Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktienmärkte erwarten angesichts der gegenwärtigen Situation laut Sentix "eine große Maßnahme" von Seiten des Staates und der Notenbanken. "Die Welt starrt ohnmächtig auf die Gefahr eines kollektiven Organversagens beim Patienten", schreibt Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie. Es sei "dringend an der Zeit, dass die Ohnmacht der Mediziner weicht und das Diskutieren und Regulieren von einer beherzten, sehr schnellen und unkonventionellen Maßnahme abgelöst wird."

Doch davon wollen laut Hussy weder Lobbyisten noch Kapitalismus-Verfechter etwas wissen. "Wäre es für den Steuerzahler nicht besser, wenn der Staat sich bei notleidenden Instituten komplett als Intermediär einkauft und die Probleme zentral angeht, bevor noch mehr Geld verbrannt wird und die Spill-Over-Effekte durch den gebremsten Kreditkreislauf immer stärkere Kreise ziehen?", fragt Hussy.

Nicht nur die "Verrechnung und Eliminierung einzelner Kreditforderungen" wäre seiner Ansicht nach vereinfacht, sondern auch der negative Nachrichtenfluss wäre dann "endlich" gestoppt, heißt es in der Studie weiter. Staaten hätten länger Zeit, ihre Bilanzen in Ordnung zu bringen als Unternehmen, die im "ad-hoc-Taumel von Woche zu Woche lebten". Am Ende könnte der Steuerzahler sogar mittelfristig an einer Gesundung des Finanz-Systems partizipieren, so Hussy.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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