Analyse
Analyse ING: 2010 wird gutes Aktienjahr

2010 sollte laut ING ein insgesamt gutes Aktienjahr mit einer abermals überdurchschnittlichen Entwicklung der Schwellenländer-Märkte werden.

dpa-afx LONDON. 2010 sollte laut ING ein insgesamt gutes Aktienjahr mit einer abermals überdurchschnittlichen Entwicklung der Schwellenländer-Märkte werden. Als Kurstreiber dürfte neben höheren Unternehmensumsätzen vor allem die durch Kostensenkungen begünstige Entwicklung der Gewinne dienen, sagte Aktienstratege Patrick Moonen am Dienstag bei einer Konferenz in London. Dort stellte der niederländische Finanzkonzern seine Erwartungen für das kommende Jahr vor.

MIT SchwellenlÄNder-Aktien 25% Ertragswachstum

Das wichtigste Investmentthema sind laut Moonen die Schwellenländer. Die dortigen Gesamterträge aus Aktieninvestments dürften im Vergleich zu 2009 um 25 Prozent steigen und damit stärker als irgendwo sonst auf der Welt. Er betrachte Aktien aus diesen aufstrebenden Ländern "nicht mehr als bloße Spekulation auf die globale Wachstumsentwicklung, sondern als Region, die ihre ganz eigenen Chancen und Möglichkeiten bietet", so der Experte.

Starke volkswirtschaftliche Bilanzen, wozu Spar- und Schuldenquoten, Leistungsbilanz und langfristige Wachstumsaussichten gehörten, versprächen ein hohes Ertragswachstum und eine überragende Profitabilität. Die steigenden Rohstoffpreise begünstigten die Schwellenländer ebenfalls, "könnten aber gleichzeitig zu einer höheren Divergenz innerhalb dieser Länder führen". Ein Ertragsplus von 23 Prozent prognostiziert der ING-Experte Anlegern in den europäischen Aktienmärkten.

Fokus Richtet Sich STÄRker AUF Dividenden

Einen weiteren Trend für 2010 sieht Moonen im stärkeren Fokus der Investoren auf Zusatzrenditen, wobei vor allem die Bedeutung der Dividenden steige. Die positive Entwicklung von Gewinnen und Ausschüttungsquoten deuteten auf ein zweistelliges Dividendenwachstum hin, womit sich die Dividendenrenditen den Zinsen für Unternehmensanleihen annähern dürften. Daneben erwartet der Aktienstratege einen "Wandel bei der Sektorführerschaft". Da zyklische Aktien sich bereits deutlich erholt hätten, gebe es nun mehr Aufwärtspotenzial für stärker defensiv ausgerichtete Sektoren: "Der Gesundheitssektor und Telekommunikation bieten die attraktivsten Bewertungen, während Anleger bei Werten aus dem gehobenen Konsumgüterbereich vorsichtig sein sollten. Rohstoffsektoren und benachbarte Branchen werden von steigenden Preisen profitieren."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%