Analyse
Analysten-Einstufungen vom 17.07.2008

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 17.07.2008

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 17.07.2008

AIR Berlin PLC

London - Dresdner Kleinwort (Dkib) hat das Kursziel für Air Berlin von 5,80 auf 0,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der hohe Ölpreis führe zu einer enormen Kostensteigerung bei Fluglinien, schrieb Analyst Andrew Evans in einer Studie vom Donnerstag. Vor diesem Hintergrund würden die Ticketpreise derzeit erhöht, was dem Experten zufolge die Nachfrage stark abschwächen und den Druck auf die Fluggesellschaften erhöhen dürfte, Kapazitäten zu verringern.

Allianz SE

Frankfurt - Cheuvreux hat die Einstufung für Allianz auf "Outperform" und das Kursziel auf 145 Euro belassen. Ein Verkauf der Dresdner Bank stehe nach Medienberichten offenbar unmittelbar bevor, schrieb Analyst Michael Haid in einer Studie vom Donnerstag. Wahrscheinlich sei eine Übernahme durch die Commerzbank mit einer Minderheitsbeteiligung der Allianz. Diese Option wäre wertsteigernd für die Allianz-Aktionäre, hieß es.

Arcelormittal

Paris - Die Societe Generale hat Arcelormittal von "Hold" auf "Sell" zurückgestuft und das Kursziel von 59,00 auf 49,00 Euro reduziert. Der Höhepunkt des Stahlzyklus stehe bevor und es sei an der Zeit, Gewinne mitzunehmen, schrieb Analyst Alain William in einer Studie vom Donnerstag. Die Kassa-Stahlpreise dürften angesichts der wirtschaftlichen Abschwächung wohl nicht über das jetzige Niveau steigen. Arcelormittal sei davon besonders betroffen.

BASF SE

MÜNchen - Die Unicredit hat das Kursziel für die Aktie von BASF von 56,50 auf 52,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Das schwächere konjunkturelle Umfeld sei der Grund für seine reduzierten Gewinnschätzungen für 2009, schrieb Analyst Andreas Heine in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Zahlen der Chemieunternehmen für das zweite Quartal dürften bereits erste Zeichen einer Abkühlung erkennen lassen, so der Experte. Zudem könnte der Nettogewinn von BASF aus dem Öl- & Gas-Geschäft fehlinterpretiert werden.

Bayer AG

MÜNchen - Die Unicredit hat Bayer von "Hold" auf "Buy" und das Kursziel von 58 auf 64 Euro hochgesetzt. Obwohl die Zahlen der Chemieunternehmen für das zweite Quartal bereits erste Zeichen einer Abkühlung erkennen lassen dürften, scheine bei Bayer eine Anhebung der Zielvorgaben möglich, schrieb Analyst Andreas Heine in einer Branchenstudie vom Donnerstag.

Conergy AG

London - Goldman Sachs hat die Papiere von Conergy von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kurziel von 15,50 auf 16,00 Euro angehoben. Der weltweite Markt für erneuerbare Energien profitiere von einer stark steigenden Strom-Nachfrage, schrieb Analyst Jason Channell in einer Branchen-Studie vom Donnerstag. Zudem sollten die Erzeugungskosten für "grünen Strom" in den kommenden Jahren weiter sinken. Derzeit belasteten aber unter anderem Regulierungsmaßnahmen und die Unsicherheit über konkurrierende Technologien die europäische Solarbranche. Die sich daraus ergebende Volatilität der Solarwerte biete eine gute Einstiegsgelegenheit in langfristig gewinnträchtige Aktien, so Channel. Das neue Kursziel habe ein Aufwärtspotenzial von 70 Prozent.

Deutsche Boerse AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat ihre Empfehlung für die Aktie der Deutschen Börse auf "Buy" und das Kursziel auf 83 Euro belassen. Die Reduzierung des Fremdkapitals in der Finanzbranche und der drohende Wettbewerb für das elektronische Handelssystem Xetra seien problematisch, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Dennoch dürften die Wachstumsperspektiven für die Terminbörse Eurex und die Abwicklungstochter Clearstream solide bleiben, glaubt der Experte.

Ebay INC

Frankfurt - Independent Research hat die Einstufung für die Aktien von Ebay nach Zahlen auf "Akkumulieren" mit dem Kursziel 29,00 Dollar belassen. Das Kerngeschäftsfeld Auktionen habe enttäuscht, schrieb Analyst Lars Lusebrink in einer Studie vom Donnerstag. Positiv wertete der Analyst dagegen die Entwicklung beim elektronischen Bezahlsystem Paypal. Seine Gewinnprognose für 2008 erhöhte der Experte leicht von 1,71 auf 1,73 Dollar.

Fresenius Medical Care AG & CO Kgaa

Hannover - Die Nord/LB hat das Kursziel für die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) nach vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal von 37,50 auf 39,00 Euro erhöht und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Zahlen seien etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Marc Schwammbach in einer Studie vom Donnerstag. Jedoch habe die Emission einer Pflichtwandelanleihe von Fresenius den Aktienkurs belastet. Wobei sich bei Tilgung der Anleihe wiederum der Streubesitz der FMC-Aktien auf knapp 70 Prozent erhöhen werde.

Fresenius SE

Frankfurt - Die Commerzbank hat ihre Empfehlung für die Aktien von Fresenius nach vorläufigen Quartalszahlen auf "Buy" und das Kursziel auf 68 Euro belassen. Die Ergebnisse des Gesundheitskonzerns hätten seine Schätzungen leicht übertroffen, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Donnerstag.

Heidelberger Druckmaschinen AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat das Kursziel für die Aktie der Heidelberger Druckmaschinen nach vorläufigen Quartalszahlen von 14,00 auf 9,00 Euro gesenkt und die Empfehlung auf "Reduce" belassen. Seine nach unten korrigierten Gewinnschätzungen reflektierten Einmalbelastungen von 100 Mill. Euro, die geringere Gewinntransparenz sowie ungünstige Währungsrelationen, schrieb Analyst Dirk Nettling in einer Studie vom Donnerstag. Weitere Restrukturierungen mit Kapazitätskürzungen in der Fertigung dürften unvermeidbar sein, falls sich Konjunktur und Währungssituation nicht verbesserten. Nettling sieht außerdem auch die Dividende in Gefahr.

MLP AG

Frankfurt - Sal. Oppenheim hat die Aktie von MLP nach der Erhöhung des Anteils der Berenberg Bank über die Schwelle von zehn Prozent auf "Neutral" belassen. Analyst Reginal Veit errechnet den fairen Wert laut einer Studie vom Donnerstag weiter bei 9,70 Euro. Die Investition der Berenberg Bank liefere eine Erklärung für die hervorragende Kursentwicklung von MLP in den letzten Wochen. Bei dem derzeitigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2008 und 2009 von über 15 erscheine die Aktie nicht billig.

Natixis

Paris - Cheuvreux hat das Kursziel für Natixis von 11,00 auf 5,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Zur Begründung verwies Analyst Alain Chirlias in einer Studie vom Donnerstag auf die angekündigte Kapitalerhöhung um 3,7 Mrd. Euro aufgrund hoher Abschreibungen. Die neuen Anteilsscheine würden zu einer Verwässerung des Gewinns je Aktie um etwa 50 Prozent führen.

Phoenix Solar AG

London - Goldman Sachs hat die Titel von Phoenix Solar von "Neutral" auf "Sell" heruntergestuft und das Kursziel von 38,00 auf 31,50 Euro reduziert. Die Aktie des Solar-Projektentwicklers sei im Vergleich mit den direkten Mitbewerbern zu teuer, schrieb Analyst Jason Channell in einer Branchen-Studie vom Donnerstag. Allgemein sollte der weltweite Markt für erneuerbare Energien aber von einer stark steigenden Strom-Nachfrage profitieren. Zudem sollten die Erzeugungskosten für "grünen Strom" in den kommenden Jahren weiter sinken. Derzeit belasteten aber unter anderem Regulierungsmaßnahmen und die Unsicherheit über konkurrierende Technologien die europäische Solarbranche. Die sich daraus ergebende Volatilität der Solarwerte biete eine gute Einstiegsgelegenheit in langfristig gewinnträchtige Aktien, so Channel.

Roth & RAU AG

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für die Titel von Roth & Rau von 164 auf 195 Euro angehoben und die Empfehlung auf "Buy" belassen. Allgemein dürfte der weltweite Markt für erneuerbare Energien von einer stark steigenden Strom-Nachfrage profitieren, schrieb Analyst Jason Channell in einer Branchen-Studie vom Donnerstag. Zudem sollten die Erzeugungskosten für "grünen Strom" in den kommenden Jahren weiter sinken. Derzeit belasteten aber unter anderem Regulierungsmaßnahmen und die Unsicherheit über konkurrierende Technologien die europäische Solarbranche. Die sich daraus ergebende Volatilität der Solarwerte biete eine gute Einstiegsgelegenheit in langfristig gewinnträchtige Aktien, so Channel. Das neue Kursziel habe ein Aufwärtspotenzial von 89 Prozent.

Sixt AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Beobachtung für die Vorzugsaktien von Sixt mit "Add" und einem Kursziel von 23 Euro neu aufgenommen. Die Bewertung für die Vorzugsaktien erscheine bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,1 für 2009 besonders attraktiv, schrieb Analyst Christoph Dolleschal in einer Studie vom Donnerstag. Trotz einer ordentlichen operativen Entwicklung habe das Papier des Autovermieters vor dem Hintergrund eines schwierigen Umfelds in den vergangenen vier Wochen 20 Prozent nachgegeben. Der Experte verwies insbesondere auf die steigenden Zins- und Kraftstoffkosten.

Thomas Cook Group

London - Morgan Stanley hat das Kursziel für die Titel der Thomas Cook von 375 auf 330 Pence reduziert, die Empfehlung aber bei "Overweight" belassen. Seiner Studie zufolge schrecken die steigenden Urlaubskosten die Konsumenten nicht ab, schrieb Analyst Jamie Rollo in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Auch bei höheren Sprit oder Währungskosten und einer Kapazitätensenkung in 2009 gebe es seiner Meinung nach immer noch eine gesunde Balance zwischen Angebot und Nachfrage.

Tomtom NV

Amsterdam - Cheuvreux hat das Kursziel für Tomtom von 28,00 auf 17,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung habe er seine Gewinnprognosen für 2008 und 2009 um vier beziehungsweise 17 Prozent reduziert, schrieb Analyst Pieter van Gelder in einer Studie vom Donnerstag. Es sei weiterhin mit einer volatilen Entwicklung der Aktie zu rechnen, meinte der Experte.

Wacker Chemie AG

MÜNchen - Die Unicredit hat die Aktie von Wacker Chemie von "Sell" auf "Hold" hochgestuft, das Kursziel aber von 154 auf 138 Euro gesenkt. Die Kursreaktionen in den vergangenen Wochen seien übertrieben gewesen, schrieb Analyst Andreas Heine zur Begründung für seine neue Anlageempfehlung in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Aufgrund des schwächeren konjunkturellen Umfelds reduzierte er jedoch seine Gewinnschätzungen. Die Zahlen der Chemieunternehmen für das zweite Quartal dürften bereits erste Zeichen einer Abkühlung erkennen lassen.

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