Aktien
Analyse Citigroup: Aktien sind günstig bewertet

Die globalen Aktienmärkte dürften laut den Experten der Citigroup auch im kommenden Jahr weiter zulegen.

dpa-afx FRANKFURT. Die globalen Aktienmärkte dürften laut den Experten der Citigroup auch im kommenden Jahr weiter zulegen. "Aktien sind derzeit günstig bewertet - sowohl im historischen Vergleich als auch angesichts des sehr niedrigen Zinsumfeldes", schrieb Analyst Robert Buckland in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Insofern rechnet er etwa damit, dass der S & P-500-Index bis Ende 2011 auf 1 300 Punkte steigen könnte. Für den britischen Leitindex Ftse 100 prognostiziere er einen Jahresendstand von 6 750 Punkten.

Insgesamt dürften die Unternehmen weiterhin ihre Gewinnmargen ausweiten, meinte Buckland und fuhr fort: "Die Kosten werden effektiv gemanagt und Kostenanstiege werden durch höhere Produktivität kompensiert." Unternehmen mit einem hohen Umsatzwachstum könnten daher beim Gewinn je Aktie zweistellige Zuwächse verzeichnen.

Zudem rechnet der Citigroup-Experte mit einer Ausweitung der Schuldenquote in den Unternehmen. "Fremdkapital ist derzeit günstig", schrieb Buckland. "Deshalb macht es für die Firmen Sinn, sich höher zu verschulden und mit dem Geld eigene Aktien zurückzukaufen oder andere Unternehmen zu erwerben."

Allerdings würden die Unternehmen das billige Geld in der Regel nicht für neue Investitionen ausgeben, dämpfte Buckland entsprechende Erwartungen der politischen Entscheidungsträger. "Angesichts der langen Vorlaufzeiten werden Investitionsausgaben gewöhnlich mit Eigen- und nicht mit Fremdkapital finanziert", meinte der Analyst. Aktuell sei eine Eigenkapitalfinanzierung teurer als die Aufnahme neuer Schulden. In den Schwellenländern jedoch sei ein Anstieg der Investitionsausgaben denkbar, da dort die Fremdkapitalmärkte noch weniger stark entwickelt seien als in den Industrieländern.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Experte zum Beispiel eine Übergewichtung europäischer Aktien. In Europa seien Dividendentitel in der Regel günstig bewertet. Aber auch die Aussichten für den japanischen Aktienmarkt beurteilt Buckland positiv. Dort bleibe der zyklische Gewinntrend positiv. Zudem deuteten seine Prognosen auf ein Ende des Yen-Anstiegs gegenüber dem Dollar hin. Ein teurer Yen belastet für gewöhnlich die im japanischen Aktienmarkt schwer gewichteten Titel exportorientierter Unternehmen.

Darüber hinaus bleibt der Citigroup-Experten den Schwellenländer-Aktienm ärkten gegenüber positiv eingestellt. Die Befürchtungen, wonach dort bereits eine Blase entstanden sei, die bald platzen könnte, nannte er verfrüht. Die Perspektiven für die US-Aktienmärkte hingegen beurteilte Buckland skeptisch. Unter allen von ihm betrachteten Regionen seien Dividendentitel aus den Vereinigten Staaten am höchsten bewertet. Anderswo böten sich daher bessere Gewinnaussichten.

Auf Sektorebene bevorzugt der Analyst die IT- und die Industriebranche sowie den Sektor derjenigen Konsumgüter, die nicht für den täglichen Bedarf benötigt werden. Die entsprechenden Aktien dürften von einer fortgesetzten, wenn auch gedämpften Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Finanzwerte hingegen sollten angesichts trüber Gewinnaussichten untergewichtet werden.

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