Analyse
Citigroup rechnet mit zweistelligen Gewinnen an US-Börsen

dpa-afx FRANKFURT. Die Citigroup rechnet im kommenden Jahr für die Aktienmärkte in den USA mit zweistelligen Gewinnen. Für 2008 sei ein Anstieg des Dow Jones Industrial Average (Djia) auf 15 100 Punkte zu erwarten (Schlussstand Mittwoch: 13 445 Punkte), sagte US-Aktienstratege Tobias Levkovich am Donnerstag in Frankfurt. Den S & P-500-Index sieht Levkovich bis Ende 2008 bei 1 675 Zählern (Schlussstand Mittwoch: 1 485 Punkte). Von einer Rezession in den USA gehen die Experten nicht aus.

Am US-Aktienmarkt dürften in erster Linie Standardwerte von der anhaltenden Volatilität (Schwankungsanfälligkeit) und steigenden Kreditspreads profitieren, so Levkovich weiter. In der zweiten Jahreshälfte könnten sinkende Margen die Entwicklung etwas abbremsen. Wegen ihrer attraktiveren Bewertungen ziehen die Analysten der Citigroup Aktien breit aufgestellter Finanzinstitute Werten aus dem Investitionsgüter-Sektor vor. Marktschätzungen an der Wall Street von Wachstumsraten beim Gewinn je Aktie (EPS) von 14,9 Prozent halte er aber für übertrieben, sagte Levkovich.

Europa und Emerging Markets Bevorzugt

Europäische Aktien seien angesichts ihrer günstigen Bewertung aber den US-Papieren vorzuziehen. "Die Schwankungsanfälligkeit der Märkte dürfte die nächsten zwölf bis 18 Monate aber ebenfalls noch anhalten", sagte Jonathan Stubbs, Aktienstratege für Europa bei der US-Bank. Davon dürften die großen Standardwerte (Big Caps) stärker profitieren als mittelgroße Werte.

Anleger sollten sich in erster Linie auf Aktien von Unternehmen mit einer starken Bilanz konzentrieren. Damit seien sie besser gegen Abwärtsrisiken abgesichert. Man bewege sich in einem weit fortgeschrittenen Bullenmarkt, in dem die Risiken die Belohnungen überwögen, sagte Stubbs. Entsprechend sei das Aufwärtspotenzial begrenzt.

Keine Rezession IN DEN USA

Von einer Rezession in den USA gehen die Volkswirte der Citigroup nicht aus. In den kommenden zwei Quartalen dürfte die Schwäche der US-Wirtschaft zwar fortdauern, über das Jahr gesehen rechnen die Experten aber mit einer Wachstumsrate für das Bruttoinlandsprodukt von 2,3 Prozent, verglichen mit 2,2 Prozent im Jahr 2007. Die Federal Reserve werde ihren Leitzins bis zum vierten Quartal 2008 voraussichtlich auf 3,5 Prozent senken. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne sich dem langfristig nicht entgegenstellen. Entsprechend rechnen die Experten mit einer Zinssenkung in der Eurozone auf 3,75 Prozent.

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