Analyse
Commerzbank hält Verluste vieler Solarwerte nach Wahl für übertrieben

Die Commerzbank hat in einer Branchenstudie vom Dienstag ihre Einschätzungen und Kursziele für verschiedene Solarwerte beibehalten. Die Kursverluste bei vielen dieser Titel am Montag nach der Bundestagswahl seien übertrieben hoch ausgefallen, schrieb Analyst Robert Schramm in seiner Analyse.

dpa-afx FRANKFURT. Die Commerzbank hat in einer Branchenstudie vom Dienstag ihre Einschätzungen und Kursziele für verschiedene Solarwerte beibehalten. Die Kursverluste bei vielen dieser Titel am Montag nach der Bundestagswahl seien übertrieben hoch ausgefallen, schrieb Analyst Robert Schramm in seiner Analyse. Denn die Äußerungen von FDP-Chef Guido Westerwelle deuten dem Experten zufolge erst für 2011 auf Einschnitte bei den Subventionen hin. Angesichts von Vorzugseffekten dürfte der deutsche Solarstrommarkt 2010 auf eine Leistung von drei Gigawatt wachsen.

Die größten Profiteure dieser Vorzieheffekte würden voraussichtlich die "Top-Picks" Phoenix Solar und SMA Solar Technology sein, fuhr der Commerzbank-Analyst fort. Beide Papiere bewertet er weiterhin mit "Buy" und einem Ziel von 45,00 für Phoenix Solar (Kurs: 38,98 Euro) und von 70,00 Euro (Kurs: 65,22 Euro) für SMA Solar.

Auch die Aktien von Solarworld sollten Nutzen aus den Vorzieheffekten ziehen können, meinte Schramm. Ein guter Einstiegszeitpunkt in diese Titel dürfte sich ergeben, sobald eine mögliche Enttäuschung über die Margen im dritten Quartal im Kurs verarbeitet sei. Das Votum lautet wie zuvor "Add" bei einem Kursziel von 18,00 Euro (Kurs: 15,85).

Ferner ließ der Commerzbank-Experte seine Einschätzung für Manz Automation (Ziel: 43,00; Kurs: 53,77) und Centrotherm Photovoltaics (32,00; 30,71) unverändert auf "Hold". Die Aktien von Aleo Solar (9,00 Euro; 9,02 Euro) hingegen bewertet Schramm weiterhin mit "Sell". Seiner Meinung nach sind die Hoffnungen der Aktionäre unbegründet, dass der Automobil-Zulieferer Bosch sein Übernahmeangebot nachbessert.

Für Q-Cells-Titel schließlich lautet das Votum des Analysten "Reduce" und das Kursziel 12,00 Euro (Kurs: 12,34 Euro). In der Debatte um indirekte Subventionen für die chinesische Solarindustrie werde oft vergessen, dass einige Anbieter aus China bereits eine technologische Vorreiterrolle einnähmen.

Mit der Einstufung "Buy" gehen die Analysten der Commerzbank davon aus, dass die Aktie den Index in den kommenden sechs Monaten um mindestens 15 Prozent übertreffen wird. Gemäß der Einstufung "Add" rechnen die Experten damit, dass sich die Aktie in den kommenden sechs Monaten um fünf bis 15 Prozent besser als der Index entwickeln wird. Mit der Einstufung "Hold" gehen die Analysten davon aus, dass die Aktie in den kommenden sechs Monaten in einer Spanne von zehn Prozentpunkten um den Index schwanken wird.

Gemäß der Einstufung "Reduce" rechnen die Experten damit, dass die Aktie den Index in den kommenden sechs Monaten um fünf bis 15 Prozent unterbieten wird. Mit der Einstufung "Sell" gehen die Analysten davon aus, dass die Aktie sich in den kommenden sechs Monaten um mindestens 15 Prozent schwächer als der Index entwickeln wird.

Analysierendes Institut Commerzbank.

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