Aktien
Analyse Deutsche Bank: Privatanleger optimistisch für die Aktienmärkte

Deutsche Privatanleger blicken der Entwicklung an den Aktienmärkten optimistisch entgegen. Rund drei Viertel der Befragten rechneten in den nächsten drei Monaten mit steigenden Kursen, hieß es in einer aktuellen Studie der Deutschen Bank.

dpa-afx FRANKFURT. Deutsche Privatanleger blicken der Entwicklung an den Aktienmärkten optimistisch entgegen. Rund drei Viertel der Befragten rechneten in den nächsten drei Monaten mit steigenden Kursen, hieß es in einer aktuellen Studie der Deutschen Bank. Damit zeigten sich die deutschen Anleger positiver gestimmt als noch im ersten Quartal, als lediglich 69 Prozent von einem Aufwärtstrend ausgingen.

Trotzdem agierten die Investoren weiter defensiv und bevorzugten eine langfristig ausgerichtete Strategie, fuhren die Deutsche-Bank-Experten fort. Die Risikoabneigung spiegele sich in den favorisierten Anlageklassen wider: Anleger bevorzugten Investments in kurzfristige Geldanlagen (42 Prozent), Immobilien (22 Prozent) und festverzinsliche Wertpapiere (20 Prozent).

Allerdings steige das Interesse an Aktien und Investmentfonds langsam wieder an: 16 Prozent der Befragten wollten gleich viel oder mehr in Aktien anlegen und 22 Prozent wollten gleich viel oder mehr in Investmentfonds investieren. "Bei der niedrigen Verzinsung von kurzfristigen Geldanlagen erwirtschaften Anleger nach Inflation und Abgeltungsteuer in der aktuellen Marktsituation häufig Minuserträge", nannte Dr. Ulrich Stephan, Global Chief Investment Officer Deutsche Bank für Privat- und Geschäftskunden, eine mögliche Begründung.

Zudem glaubten rund zwei Drittel der Anleger, das Wirtschaftswachstum in Deutschland werde den Aufwärtstrend an den Börsen am stärksten beeinflussen. Als weitere Treiber gelten das globale Wirtschaftswachstum (58 Prozent) und die Kaufkraftentwicklung (41 Prozent). Als negative Einflussfaktoren für die Anlagemärkte dagegen würden weiterhin folgende Faktoren gesehen: Die unsicheren Staatsfinanzen ausländischer Staaten (67 Prozent), die Staatsverschuldung in Deutschland (61 Prozent) sowie die Gefahr von Inflation (50 Prozent) und der schwache Euro (48 Prozent).

Für die repräsentative Erhebung habe das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Bank über 1 000 Depotbesitzer über 18 Jahre telefonisch befragt, die mindestens ein Anlageprodukt besitzen.

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