Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen der Woche vom 22. bis 26.12.2008

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst aus der Woche vom 22. bis 26.12.2008.

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst aus der Woche vom 22. bis 26.12.2008.

Montag

Areva

Paris - Die Societe Generale hat das Kursziel für Areva nach einer Gewinnwarnung des französischen Nuklearkonzerns von 688 auf 365 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der größte Teil der Zielsenkung reflektiere seine reduzierten Gewinnschätzungen, schrieb Analyst Gerard Moore in einer Studie vom Montag. Er verwies ferner auf den geringeren Wert der Areva-Kapitalbeteiligungen sowie auf den Wegfall von Synergieeffekten aus der vorerst unwahrscheinlichen Fusion mit Alstom. Auch die niedrigere Bewertung für das Minen- und Uran-Anreicherungsgeschäft habe das neue Ziel bedingt. Hauptgründe für die Gewinnwarnung waren fehlende Einnahmen aus dem Urangeschäft sowie zusätzliche Belastungen im Zusammenhang mit dem Bau des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Finnland.

Hypo Real Estate

DÜSseldorf - Die WestLB hat die Einstufung für die Aktie der Hypo Real Estate (HRE) nach der angekündigten Umstrukturierung auf "Reduce" mit einem Kursziel von 2,00 Euro belassen. Solange jedoch keine Rekapitalisierung der Bank erfolge, sei es schwer, einen Boden für den Aktienkurs auszumachen, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Montag. Eine Rückkehr in die Gewinnzone sei für den Immobilienfinanzierer 2011 oder 2012 möglich.

Infineon

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat die Aktie von Infineon von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 0,60 auf 0,70 Euro (aktueller Kurs: 0,735 Euro) angehoben. Die Bereitschaft der Regierung, die Speicherchip-Tochter Qimonda zu stützen, sei positiv für Infineon, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Studie vom Montag. Auch wenn die finanzielle Lage bei dem Münchener Technologie-Konzern angespannt bleibe, könnte eine Regierungsgarantie für Infineons bevorstehende Refinanzierungen doch die Verwässerungsrisiken für Anleger begrenzen. Seine Schätzungen für Infineon ließ Korschelt unverändert.

SGL Carbon AG

NEW York - Merrill Lynch hat das Kursziel für die Aktie der SGL Group von 20 auf 22 Euro angehoben und die Empfehlung auf "Neutral" belassen. Langfristig seien die Perspektiven für den Graphitelektroden-Hersteller sehr gut, schrieb Analyst Mark Troman in einer Studie vom Montag. Allerdings bleibe die Vorhersehbarkeit der geschäftlichen Entwicklung gering. Zudem bestehe die Gefahr einer zu teuren Akquisition und es seien stahlzyklische Risiken zu berücksichtigen.

Dienstag

Commerzbank

MÜNchen - Die Unicredit hat das Kursziel für die Commerzbank von 9,00 auf 8,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Infolge der neuen und endgültigen Bedingungen für die Kapitalbereitstellung durch den staatlichen Hilfsfonds (Soffin) komme auf die Commerzbank nun eine höhere Zinsbelastung zu, schrieb Analyst Andreas Weese in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Weese korrigierte seine Ertragsschätzungen je Aktie für das Geschäftsjahr 2009 nach unten. Er rechnet nun mit einem Verlust je Aktie von 0,66 Euro.

Deutsche Lufthansa

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für Lufthansa auf "Hold" und das Kursziel auf 11 Euro belassen. Die Übernahme von Austrian Airlines (AUA) dürfte geringfügig teurer werden als bisher angenommen, da der endgültige Preis für die sich im Streubesitz befindenden AUA-Aktien nun auf 4,49 Euro festgesetzt worden sei, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Dienstag. Dies und auch die Kapazitätskürzungen im Cargo-Bereich sollte aber für die Lufthansa weder positive noch negative Folgen haben. Aus strategischem Blickwinkel sei die Übernahme von Austrian Airlines attraktiv.

Fiat SPA

Paris - Die Societe Generale hat das Kursziel für Fiat von 11,00 auf 5,20 Euro mehr als halbiert und die "Hold"-Empfehlung beibehalten. Die Automärkte seien weltweit in großen Schwierigkeiten und der November sei der bislang schlimmste Monat überhaupt gewesen, schrieb Analyst Eric-Alain Michelis in einer Studie vom Dienstag. Auch der für Fiat so wichtige brasilianische Markt werde stark getroffen. Seine Gewinnschätzungen für den Turiner Autobauer schraubte der Experte für die Jahre 2008 bis 2010 deutlich nach unten. Er verwies zudem auf die Gewinnwarnungen der japanischen Konkurrenten Honda und Toyota sowie die von Zulieferern wie Valeo, Autoliv und Michelin.

Fraport

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für Fraport vor dem Hintergrund abgeschlossener langfristiger Kreditvereinbarungen über eine Milliarde Euro auf "Hold" und das Kursziel auf 30 Euro belassen. Es sei positiv, dass sich der Flughafenbetreiber bereits früher als geplant und trotz der Kreditkrise die Finanzierung für die Infrastruktur-Erweiterung im Zusammenhang mit dem neuen Airbus A380 gesichert habe, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Dienstag. Die Nachricht könnte sich auf den Aktienkurs von Fraport leicht positiv auswirken.

Fresenius

Paris - Die Societe Generale hat das Kursziel für Fresenius von 46 auf 35 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Zielreduzierung reflektiere seine insgesamt etwas konservativeren Erwartungen und auch die deutlich schlechtere Entwicklung bei den wichtigsten Konkurrenten wie Baxter, Hospira und Rhön-Klinikum, schrieb Analyst Rodolphe Besserve in einer Studie vom Dienstag. Die Akquisition von fünf Krankenhäusern durch die Fresenius-Tochter Helios sei aber eine positive Überraschung.

Unicredit

Mailand - Die Deutsche Bank hat die Aktie der Unicredit von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 3,70 auf 1,90 Euro gekappt (aktueller Kurs: 1,66 Euro). Die sich stark eintrübenden Konjunkturaussichten und die gerade erst herausgegebene Gewinnwarnung des italienischen Kreditinstituts hätten zu deutlich reduzierten Schätzungen für die Unicredit geführt, schrieb Analyst Fabrizio Bernardi in einer Studie vom Dienstag.

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