Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 01.07.2009

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 01.07.2009

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 01.07.2009

Adidas

London - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für adidas in Erwartung einer Erholung der Ertragslage ab 2010 von 31,00 auf 34,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Zielerhöhung reflektiere die jüngste Stärke des Euro zum Dollar mit entsprechend reduzierten Kosten für den Sportartikelhersteller und die verminderte Risikoprämie für die Aktie, schrieb Analyst Andreas Inderst in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sollte adidas 2010 von dem Wachstum in Schwellenländern und der Fußball-Weltmeisterschaft profitieren. Auch die bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen dürften die Margen im nächsten Jahr verbessern.

Banco Santander

London - Morgan Stanley hat das Kursziel für Santander von 6,20 auf 9,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Der Finanzkonzern überzeuge durch eine hohe Profitabilität und starke Gewinne vor Provisionen, schrieb Analystin Eva Hernandez in einer Studie vom Mittwoch. Die Bevorzugung durch den Markt gegenüber Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (Bbva) sei allerdings nicht gerechtfertigt.

Carrefour

Paris - Cheuvreux hat Carrefour nach Unternehmensprognosen unter den Markterwartungen auf der "Selected List" mit einem Kursziel von 34,00 Euro belassen. Analyst Arnaud Joly senkte in einer Studie vom Mittwoch seine Gewinnprognosen je Aktie für 2009 um acht Prozent, um dem schwachen Marktumfeld gerecht zu werden. Die mittelfristige Perspektive für den Supermarktbetreiber bleibe aber aufgrund der Kostensenkung und anderer Restrukturierungsmaßnahmen gut.

Commerzbank

London - Morgan Stanley hat Commerzbank auf "Underweight" mit dem Kursziel 2,70 (Kurs: 5,080) Euro belassen. Die Kapitalstruktur des Instituts sei im Vergleich zu anderen europäischen Banken relativ schwach, schrieb Analyst Ronny Rehn in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem gebe es noch eine Reihe von Sorgen über die Vermögensqualität aufgrund von Risiken im Kreditbestand. Allerdings könnte sich ein Transfer der Risiken auf eine "Bad Bank" positiv auswirken. Auch wenn eine Schätzung der möglichen Vorteile schwierig sei, dürften bei diesem Thema die Chancen die Risiken überwiegen.

Deutsche Postbank

London - Morgan Stanley hat Deutsche Postbank auf "Underweight" mit dem Kursziel 13,60 Euro je Aktie belassen. Die Kapitalstruktur des Instituts sei im Vergleich zu anderen europäischen Banken relativ schwach, schrieb Analyst Ronny Rehn in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem gebe es noch eine Reihe von Sorgen über die Vermögensqualität aufgrund von Risiken im Kreditbestand. Allerdings könnte sich ein Transfer der Risiken auf eine "Bad Bank" positiv auswirken. Auch wenn eine Schätzung der möglichen Vorteile schwierig sei, dürften bei diesem Thema die Chancen die Risiken überwiegen.

Eon

Frankfurt - Cheuvreux hat Eon nach einem Bericht im "Handelsblatt" über ein hohes Bußgeld wegen illegaler Absprachen mit Gaz de France (GdF) auf "Outperform" mit einem Kursziel von 26,00 Euro belassen. Der Fall werde seit mehr als drei Jahren in der Presse behandelt und sei ausreichend im Kurs reflektiert, schrieb Analyst Sebastian Kauffmann in einer Studie vom Mittwoch. Wirklich relevant sei die Angelegenheit daher nicht, zumal der Energiekonzern in jedem Fall Einspruch einlegen werde.

Gerresheimer

DÜSseldorf - Die WestLB hat die Einstufung für Gerresheimer auf "Neutral" belassen. Der lange erwartete Verkauf des Geschäfts Technische Kunststoffe dürfte trotz des niedrigen Preises leicht positive Marktreaktionen nach sich ziehen, schrieb Analyst Michael Gorny in einer Studie vom Mittwoch. Er erinnerte allerdings daran, dass dieser Schritt bereits im Unternehmensausblick für 2009 enthalten sei.

Gerresheimer

MÜNchen - Merck Finck hat Gerresheimer nach der Veräußerung der Sparte Technische Kunststoffe auf "Buy" belassen. Analyst Carsten Kunold bewertet die Transaktion in einer Studie am Mittwoch positiv. Der Markt für Automobil-Zulieferer dürfte schwierig bleiben und halte die Profitabilität nachhaltig unter Druck.

Hannover Rueck

London - HSBC hat das Kursziel für die Aktien von Hannover Rück von 26,70 auf 27,10 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Durch den Führungswechsel bei dem Rückversicherer werde sich der Fokus der Geschäftsstrategie voraussichtlich verschieben, schrieb Analyst Thomas Fossard in einer Studie am Mittwoch. Er rechne damit, dass sich der neue Vorstandsvorsitzende unter anderem auf die Stärkung der Kapitalbasis konzentrieren werde, um die Bonitätseinstufung zu halten.

Kontron

DÜSseldorf - Die WestLB hat Kontron von "Buy" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 9,50 auf 8,70 (Kurs: 9,10) Euro reduziert. Die neue Bewertung reflektiere Sorgen um die Margenentwicklung und gehe zudem mit einem Analystenwechsel einher, schrieb Analyst Thomas Langer in einer Studie vom Mittwoch. Er senkte die Schätzungen für Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Jahre 2009 und 2010. Kurz- und mittelfristig seien die anhaltenden Schwäche im Bereich Automatisierung, der Preisdruck in vielen Segmenten wie beispielsweise dem Telekomgeschäft und die Abwertung des Dollar die Hauptrisiken.

Novo-Nordisk

London - Goldman Sachs hat Novo Nordisk angesichts der Diskussion um das Sanofi-Aventis-Diabetesmittel "Lanuts" von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 330,00 auf 350,00 dänische Kronen angehoben. Die negative Berichterstattung und die Sorgen um Lantus dürften voraussichtlich den Absatz des Mittels beeinträchtigen - davon könnte das Novo- Nordisk-Konkurrenzprodukt "Levemir" profitieren, schrieben die Analysten in einer Studie am Mittwoch. Dies gelte auch, wenn das von den Franzosen vertriebene Diabetesmittel Lantus nicht nachgewiesenermaßen das Krebsrisiko erhöhe.

Pfizer

Frankfurt - Independent Research hat Pfizer auf "Akkumulieren" mit dem Kursziel 17,00 Dollar belassen (Kurs: 14,97 Dollar). Vor dem Hintergrund der möglichen Wyeth - Übernahme begrüßte Analyst Jens Hasselmeier in einer Studie vom Mittwoch die Bereitschaft des Pharmakonzerns, weitere Zugeständnisse gegenüber der EU-Kommission zu machen.

Premiere

London - Jpmorgan hat das Kursziel für Premiere von 3,10 auf 4,40 (Kurs: 3,00) Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Trotz Wettbewerbs sei der Bezahlsender auf einem guten Weg in Richtung Gewinnschwelle, schrieb Analyst Mark O"Donnell in einer Studie vom Mittwoch. Aufgrund der starken Zahlen für das erste Geschäftsquartal, neuer Strukturen bei den Programmpaketen sowie seiner Analyse für die jeweiligen Preise des Triple Play-Angebots (Bundesliga, DFB-Pokal, Uefa Champions League) in Deutschland habe er seine Prognosen für die Abonnentenzahlen 2010/11 angehoben, so O"Donnell.

Sanofi-Aventis

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien von Sanofi-Aventis angesichts möglicher Nebenwirkungen von "Lantus" von 53,00 auf 46,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das Diabetesmittel erhöhe zwar nicht nachgewiesenermaßen das Krebsrisiko, die Umsatzprognosen für Lantus habe er aber wegen der Unsicherheit reduziert, schrieb Analyst Dani Saurymper in einer Studie am Mittwoch. Alleine die negative Berichterstattung dürfte voraussichtlich den Absatz beeinträchtigen.

SMA Solar

London - Die Citigroup hat das Kursziel für SMA Solar Technologies von 40 auf 60 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Solartechnik-Hersteller profitiere von seinem technologischen Vorsprung und dem hohen Marktanteil von 40 Prozent, schrieb Analystin Vidya Anant in einer Studie vom Mittwoch. SMA dürfte daher deutlich von einer ab 2010 steigenden Nachfrage profitieren. Kurzfristig bleibe der Ausblick aber aufgrund der allgemeinen Marktlage unsicher und der Titel erscheine ausreichend hoch bewertet. Die Kurszielerhöhung reflektiere einen gesunkenen Risikoaufschlag aufgrund der guten Positionierung innerhalb des Solarsektors.

Thyssen-Krupp

MÜNchen - Merck Finck hat Thyssen-Krupp nach der Anhebung der Stahlpreise auf "Sell" belassen. Der Stahlmarkt habe einen Boden erreicht und das ermögliche nun die Durchsetzung höherer Preise in einigen Bereichen, schrieb Analyst Robert Greil in einer Studie vom Mittwoch. Obwohl er aber die Entwicklung insgesamt positiv bewerte, rechne er kurzfristig nicht mit einer signifikanten Erholung der Stahlmärkte von ihrem derzeit weiter niedrigen Niveau.

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