Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 10.06.2009

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 10.06.2009

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 10.06.2009

Adidas AG

London - Die HSBC hat adidas von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 23,00 auf 33,00 Euro angehoben. Nachdem die jüngsten Ergebnisse und Prognosen schockierten, dürfte es nun keine weiteren negativen Nachrichten geben, die den Kurs deutlich belasten könnten, schrieb Analyst Erwan Rambourg in einer Studie vom Mittwoch. Mit Blick auf das Jahr 2010 gebe es zudem eine Reihe potenzieller Kurstreiber. Dazu zählten unter anderem die Fußballweltmeisterschaft und Einsparungen durch Restrukturierungsbemühungen.

Arcandor AG

MÜNchen - Unicredit hat das Kursziel für Arcandor nach dem gestellten Insolvenzantrag von 1,00 auf 0,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Die Insolvenz bedeute nicht automatisch das Ende für den Konzern, sondern könnte ebenso auf eine Aufspaltung hinauslaufen, schrieb Analyst Volker Bosse in einer Studie vom Mittwoch. Die Nettoverschuldung dürfte im Anschluss ungünstiger sein als im bisherigen Bewertungsmodell - auf Basis der summierten Werte der einzelnen Unternehmensteile - angenommen.

Credit Suisse

London - Jpmorgan hat das Kursziel für Credit Suisse von 50,00 auf 60,00 Franken angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Das Anleihegeschäft dürfte nicht nur 2009 ein wichtiger Ertragstreiber für Investmentbanken sein, sondern auch 2010 einen Beitrag leisten, der von vielen Marktteilnehmer noch unterschätzt werde, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Schweizer Finanzkonzern dürfte 2009 eine Sonderdividende ausschütten und 2010 Aktien zurückkaufen, so der Experte weiter zur Begründung seiner positiven Einstellung zu dem Titel.

Deutsche Bank AG

London - Jpmorgan hat die Aktie der Deutschen Bank von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 38,00 auf 56,00 (Kurs: 47,85) Euro angehoben. Das Anleihegeschäft dürfte nicht nur 2009 ein wichtiger Ertragstreiber für Investmentbanken sein, sondern auch 2010 einen Beitrag leisten, der von vielen Marktteilnehmer noch unterschätzt werde, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Aktie der Deutsche Bank biete kurzfristig ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis, da der Finanzkonzern stärker als andere Investmentbanken von einer guten Entwicklung im Anleihegeschäft profitieren werde. Im zweiten Quartal diesen Jahres werde deshalb eine gute Performance der Aktie erwartet.

Deutsche Post AG

Frankfurt - Cheuvreux hat die Einstufung für die Aktien der Deutschen Post nach der Insolvenz des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor auf "Underperform" und das Kursziel auf 7,00 (Kurs: 10,18) Euro belassen. Da Arcandor einer der größten Kunden der Deutschen Post ist, erwartet Analyst Sebastian Kauffmann in seiner Studie von Mittwoch, einen jährlichen Umsatzeinbruch von 800 Mill. Euro. Der Verlust würde in allen Bereichen, von der Briefzustellung bis hin zur Logistik, anfallen.

Deutsche Telekom AG

London - Cazenove hat die Einstufung für die Aktien der Deutschen Telekom auf "Underperform" belassen. Die aktuellen Ziele des Bonner Konzerns basierten auf einer Erholung des Mobilfunk-Geschäfts in den USA und Großbritannien, schrieb Analyst Carl Murdocksmith in einer am Mittwoch verbreiteten Branchenstudie. Angesichts der schwachen Marktposition und des insgesamt schwierigen Umfeldes halte er dagegen eine erneute Gewinnwarnung für möglich. Darüber hinaus gehe er von einer zehnprozentigen Dividendenkürzung aus.

ENI

Paris - Cheuvreux hat das Kursziel für Eni nach einem aktualisierten Ölpreis-Szenario von 20,00 auf 22,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Selected List" belassen. Analyst Jean-Charles Lacoste rechnet laut einer Branchenstudie vom Dienstag mit höheren Rohöl-Durchschnittspreisen für 2009 und 2010. Er habe seine positive Einschätzung für den derzeit attraktiv bewerteten Sektor bekräftigt. Zudem sei die durchschnittliche Dividendenrendite der Branche mit rund 5,5 Prozent relativ hoch. Zu seinen bevorzugten Werten im Sektor gehören neben Eni noch Total und Technip.

Heidelberger Druck

Frankfurt - Sal. Oppenheim hat den fairen Wert für Heidelberger Druck von 6,00 auf 5,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Dem Druckmaschinenbauer mangele es an einer klaren Strategie, schrieb Analyst Jürgen Wagner in einer Studie vom Mittwoch. Derzeit werde sich lediglich auf Kostensenkungen verlassen, was nicht ausreiche, um einen Umschwung herbeizuführen. Wager hob zudem aufgrund höherer Zinsbelastungen seine Verlustprognose je Aktie für das Geschäftsjahr 2009/10 an und rechnet nun auch für das Geschäftsjahr 2010/2 011 mit einem Verlust von 0,20 Euro je Aktie, nachdem er zuvor noch einen Gewinn je Aktie von 0,15 Euro erwartet hatte.

UBS AG

London - Jpmorgan hat das Kursziel für UBS von 16,00 auf 17,00 Franken angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Das Anleihegeschäft dürfte nicht nur 2009 ein wichtiger Ertragstreiber für Investmentbanken sein, sondern auch 2010 einen Beitrag leisten, der von vielen Marktteilnehmern noch unterschätzt werde, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Abouhossein bevorzugt daher momentan Investmentbanken im Vergleich zu klassischen Finanzinstituten. Attraktiv seien gleichzeitig Banken mit einem Vermögensverwaltungsgeschäft und gleichzeitig begrenzten Kreditrisiken.

United Internet AG

Frankfurt - Sal. Oppenheim hat den fairen Wert für United Internet von 10,00 auf 11,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach der jüngsten, sehr positiven Übernahme des DSL-Geschäfts von freenet könnte Strato das nächste Akquisitionsziel des Unternehmens sein, schrieb Analyst Marcus Sander in einer Studie am Dienstag. Damit im Zusammenhang stehende Ängste des Marktes vor einer Kapitalerhöhung seien allerdings überzogen. Kursschwächen sollten für einen Einstieg genutzt werden. Sander hob seine Prognosen für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2010 und 2011 um acht respektive 27 Mill. Euro an.

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