Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 14.10.2008

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 14.10.2008

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 14.10.2008

Axel

London - Jpmorgan hat das Kursziel für Axel Springer bei der Wiederaufnahme der Bewertung des Titels von 143 auf 60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Medienkonzern sei auf dem deutschen Printmarkt beneidenswert gut aufgestellt, schrieb Analyst Tim Nollen in einer Studie vom Dienstag. Allerdings dürfte das Unternehmen unter der schlechter werdenden wirtschaftlichen Entwicklung leiden. Sowohl in Deutschland als auch dem Rest der Welt dürften sich rückläufige Werbeausgaben bemerkbar machen.

Carl Zeiss

Frankfurt - Die type="organisation" value="DE0008032004">Commerzbank hat das Kursziel für die Aktien von Carl Zeiss von 13 auf 11 Euro gesenkt, die Einschätzung aber auf "Buy" belassen. Obwohl für 2008/09 Chancen für einen guten Start gesehen würden, bleibe es unklar, wie sich das Unternehmen danach entwickeln werde, schrieb Analyst Volker Braun in einer am Studie vom Dienstag. Eine wirtschaftliche Verlangsamung in Europa und Asien können zu einem niedrigen Ergebnis führen, jedoch sehe der Analyst weiterhin ein Aufwärtspotential der Aktie.

Deutz

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat Deutz nach einer erneuten Gewinnwarnung von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 5,00 auf 2,50 Euro halbiert. In Anbetracht der zuletzt pessimistischen Äußerungen wichtiger Kunden und des starken Auftragsrückgangs im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sei die Gewinnwarnung nicht überraschend, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag. Das Ausmaß sei dieses Mal allerdings schwerwiegender. Die Experten schraubten ihre Gewinnprognosen für den Kölner Motorenhersteller für 2008 und 2009 nach unten.

Fraport

Frankfurt - Equinet hat die Einschätzung für Fraport auf "Buy" mit dem Kursziel von 54 Euro belassen. Am Frankfurter Flughafen hätten sich die Passagierzahlen im September enttäuschend entwickelt, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Dienstag. Die Reduzierung des Ziels beim Passagier-Wachstum am Frankfurter Flughafen von zwischen ein und zwei Prozent in 2008 auf zwischen null und ein Prozent habe nicht überrascht. Die anderen Flughäfen entwickelten sich erwartungsgemäß.

Fraport

Frankfurt - Das Bankhaus Metzler hat sich für Fraport in einer ersten Reaktion auf die Verkehrszahlen für September weiterhin insgesamt positiv gezeigt. "Die Zahlen sind schlechter als von uns erwartet ausgefallen", sagte Analystin Ruxandra Haradau-Döser vom Bankhaus Metzler am Dienstagmorgen. Allerdings dürften sich die Fluggesellschaften in der Wintersaison verstärkt auf profitable Flughäfen wie allen voran dem in Frankfurt konzentrieren und entsprechend bleibt die Analystin bei ihrer Kaufempfehlung.

General Electric

NEW York - Die UBS hat das Kursziel für General Electric (GE) nach Zahlen für das dritte Quartal von 29 auf 27 Dollar gesenkt, die Empfehlung aber auf "Buy" belassen. Seine für 2008 bis 2010 reduzierten Gewinnschätzungen seien die Folge der Verwässerungseffekte aus dem jüngsten Angebot der Stamm- und Vorzugsaktien, schrieb Analyst David Bleustein in einer Studie vom Dienstag.

Infineon Technologie

London - Merrill Lynch hat das Kursziel für Infineon nach einer Wertanpassung für die US-Tochter Qimonda von 6,80 auf 5,80 Euro gesenkt. Die Einstufung blieb zugleich auf "Buy". Der Verkauf des 35,6-prozentigen Qimonda-Anteils Inotera an Micron dürfte ausreichend Barmittel zur Fortsetzung der Restrukturierung generiert haben, schrieb Analyst Jonathan Crossfield in einer Studie vom Dienstag. Das Risiko einer Bürgschaft für Qimondas Schulden durch Infineon werde dadurch sehr gering. Qimondas Wert senkte Crossfield allerdings auf Null. Zugleich reduzierte er die Wachstumsaussichten für den Logic-Geschäftsbereich.

Infineon Technologie

London - Die Deutsche Bank hat Infineon von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 7,20 auf 4,00 Euro gesenkt. Ein Ausstieg bei Qimonda werde zunehmend unwahrscheinlich, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Der US-Tochter werde kein Wert beigemessen. Zudem belasteten Sorgen mit Blick auf die Entwicklung der Endmärkte. Die Kurszielsenkung auf 4 Euro basiert laut Korschelt auf einem Rückgang der durchschnittlichen Sektorbewertung. Positiv bewertet er hingegen die Bemühung des Managements um einen Turaround.

Philips

London - Jpmorgan hat das Kursziel für Philips nach Quartalszahlen von 21 auf 18 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nachdem der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Geschäftswert bereits im dritten Quartal enttäuscht habe, könnte sich im Schlussquartal das gleiche Bild ergeben, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Studie vom Dienstag. Da der Elektronikkonzern traditionell den unternehmensspezifischen Tiefstpunkt im Konjunkturzyklus eher erreicht als andere Industriegüterunternehmen, könnten die Gewinne aber 2010 bereits wieder steigen.

Philips

London - Die UBS hat das Kursziel für Philips von 25,00 auf 22,80 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Sparte Gesundheit sei für die Zielverfehlung im dritten Quartal verantwortlich, schrieb Analyst Nicolas Gaudois in einer Studie vom Dienstag. Aufgrund der Schwäche dieser Sparte müssten die Ergebnisprognosen für das vierte Quartal ebenfalls gesenkt werden. Langfristig habe das Unternehmen aber Möglichkeiten, seine Margen deutlich zu steigern.

MAN

London - Merrill Lynch hat MAN vor Quartalszahlen von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 68 auf 60 Euro gesenkt. Analyst Ben Maslen rechnet laut einer Studie am Dienstag zwar noch immer damit, dass die Markterwartungen für 2009 und 2010 gesenkt werden, jedoch sei dies bereits größtenteils im Kurs eingepreist. Auch der für das dritte Quartal erwartete starke Rückgang des Auftragsbestandes bei den Nutzfahrzeugen dürfte keine Überraschungen mit sich bringen. Ab dem zweiten Quartal 2009 dürfte in diesem Bereich eine Erholung sichtbar werden.

Merck

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einschätzung für die Merck von "Reduce" auf "Hold" angehoben, das Kursziel aber auf 66 Euro belassen. Während die Prognosen für den Gewinn je Aktie 2008 aufgrund des stärkeren Dollar leicht erhöht würden, seien die Erwartungen für 2009 um neun Prozent gesenkt worden, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer am Studie vom Dienstag. Den Änderungen liege ein Rezessionsszenario zugrunde, das allerdings bereits zum größten Teil im Kurs eingepreist sei.

Nordex

London - Die UBS hat die Nordex-Aktie von "Sell" auf "Neutral" heraufgestuft, kurzfristig aber als "Short-Term Sell" eingestuft. Das Kursziel wurde zugleich von 18,00 auf 17,00 Euro gesenkt. Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass das Windanlagenunternehmen eine Gewinnwarnung veröffentlichen werde und den Ausblick für das kommende Jahr senken müsse, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Dienstag.

QSC

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat die Beobachtung der QSC-Aktie mit "Buy" und einem Kursziel von 1,70 Euro neu aufgenommen. QSC sei in Nischenmärkten gut positioniert und als unabhängiger Anbieter von Telekommunikations-Dienstleistungen im deutschen Markt nun etabliert, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag. Das Erholungspotenzial sei im Kurs noch nicht abgebildet.

SAP

London - Die Deutsche Bank hat SAP von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 45 auf 30 Euro gesenkt. Die Risiken durch die bestehende Unsicherheit mit Blick auf das vierte Quartal und die recht niedrige Bewertung des Titels würden sich aufwiegen, schrieb Analyst Mark Bryan in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Das Abwärtspotenzial werde durch Kosteneinsparmöglichkeiten und das solide Lizenzwachstum begrenzt. Investoren würden derzeit jedoch andere Softwaretitel vorziehen.

Software

Frankfurt - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Software AG vor Quartalszahlen von 50 auf 36 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Grund für das neue Ziel und die reduzierten Gewinnschätzungen je Aktie sei der schwächere makroökonomische Ausblick, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag.

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