Analyse
dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 16.03.2009

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 16.03.2009

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 16.03.2009

Deutsche Boerse

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für Deutsche Börse auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro (aktueller Kurs: 40,14 Euro) belassen. Zuvor hatte das Magazin "Wirtschaftswoche" berichtet, dass die beiden Hedge-Fonds TCI und Atticus Ende 2008 einen großen Teil ihrer Beteiligung an der Deutschen Börse von 19,3 Prozent über Finanzinstrumente abgegeben hätten. Vertreter beider Hedge-Fonds sowie Börsenchef Reto Francioni hätten dazu nicht Stellung nehmen wollen, so das Blatt weiter. Auch wenn die Gerüchte sehr vage seien, halte er sie durchaus für glaubwürdig, schrieb Analyst Christian Muschick in einer Studie vom Montag.

Deutsche Lufthansa

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für Lufthansa auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,00 Euro belassen. Zuvor hatte EU-Verkehrskommisar Antonio Tajani in einem Interview gesagt, dass er kein Wettbewerbsproblem bei der Übernahme von Austrian Airlines durch die Lufthansa sehe. Das seien gute Neuigkeiten, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Montag. Darüber hinaus hätten die Zahlen von Austrian Airlines seinen Erwartungen entsprochen.

Deutsche Post

London - Die Citigroup hat das Kursziel für Deutsche Post nach Bekanntgabe des neues Namens Deutsche Post DHL von 18,50 auf 11,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Das mittelfristige Wachstumsziel von ein bis zwei Prozent über dem Marktwachstum erscheine nicht übermäßig herausfordernd, schrieb Analyst Roger Elliot in einer Studie vom Montag. Die angestrebte Profitabilität im oberen Viertel vergleichbarer Konkurrenten dürfte dagegen schwerer erreichbar sein. Die Kurszielsenkung reflektiere gesenkte Gewinnerwartungen je Aktie um 19 Prozent für 2009 und 31 Prozent für 2010 sowie eine niedrigere Bewertung des Sektors.

Enel

DÜSseldorf - Die WestLB hat die Einstufung für die Aktien von Enel nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung und einer Änderung der Dividendenpolitik von "Neutral" auf "Sell" gesenkt und ein Kursziel von 2,80 Euro genannt. Die Maßnahmen seien zwar zur Stärkung der Bilanz nach der Endesa-Mehrheitsübernahme unausweichlich, schrieb Analystin Katharina Cholewa in einer Studie vom Montag. Sie hält es jedoch für einen schlechten Zeitpunkt, jetzt die Expansion der Konzentration auf hohe Ausschüttungen vorzuziehen. Sie rechnet mit einer knappen Halbierung der Dividende auf 0,25 Euro je Aktie.

ENI

London - Jpmorgan hat die Aktien von ENI von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft, zugleich aber das Kursziel von 21,50 auf 19,50 Euro gesenkt. Die Sorgen um eine Dividendenkürzung des Öl- und Energiekonzerns seien zwar gerechtfertigt, allerdings auch bereits eingepreist, schrieb Analystin Kim Fustier in einer Studie vom Montag. Das Hauptproblem sei vielmehr der Bestand des AA-Kreditratings. Fustier senkte ihre Prognosen für das Ergebnis je Aktie (EPS) für 2009 bis 2011 um etwa vier Prozent. Sie lobt aber die Defensivqualitäten und die günstige Bewertung. Selbst nach Senkung des Kursziels verfüge ENI über mehr Kurspotenzial als jede andere Aktie im Sektor.

GEA Group

London - Die Citigroup hat das Kursziel für die Aktien der GEA Group nach Zahlen von 13,00 auf 11,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Margen des Spezialmaschinenbauers könnten sich als widerstandsfähiger erweisen als am Markt erwartet, schrieb Analystin Natalia Mamaeva in einer Studie vom Montag. Zum einen werde knapp die Hälfte des Umsatzes in der Nahrungsmittelindustrie erzielt, zum anderen bestehe ein großes Potenzial zur Selbsthilfe. Das Restrukturierungsprogramm dürfte 2009 und 2010 insgesamt 134 Mill. Euro einsparen. Zudem habe der Auftragsbestand Ende Februar über dem Dezemberwert gelegen.

General Electric

NEW York - Die UBS hat das Kursziel für General Electric (GE) von 12,00 auf 9,50 Dollar gesenkt und den Zusatz "Short Term Sell" für die beibehaltene "Neutral"-Einstufung entfernt (aktueller Kurs: 9,62 Dollar). Das Risiko für weitere kurzfristige negative Nachrichten sei nun begrenzt, schrieb Analyst Jason Feldman in einer Studie vom Montag. Die Probleme seien noch nicht gelöst oder überstanden, dürften aber erst im späteren Jahresverlauf wieder in den Vordergrund rücken. So beginne die negative Entwicklung des Kreditzyklus in Europa erst und die Verluste dürften zunehmen.

Hannover Rueck

London - Jpmorgan hat Hannover Rück von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft, zugleich aber das Kursziel von 24,10 auf 26,50 Euro angehoben. Nachdem sich die Aktie deutlich besser als der Sektor und die Wettbewerber Scor und Münchener Rück entwickelt habe, sei die Aktie nun ausreichend bewertet, schrieb Analyst Vinit Malhotra in einer Studie vom Montag. Die Unternehmensziele für 2009 erschienen ambitioniert. Der Experte vermutet, dass Hannover Rück die Versicherungsmarkt-Turbulenzen nutzen will, um Anteile von der größeren, aber schwächer bewerteten Schweizer Rück (Swiss Re) zu gewinnen. Ein Wachstum von zehn Prozent im Nicht-Lebensversicherungsbereich erscheine realistisch, nicht aber eine kombinierte Schadenkostenquote von 93,5 Prozent.

Holcim

London - Morgan Stanley hat Holcim von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 88,00 auf 34,00 Schweizer Franken gekappt. Der Zementproduzent habe bis Mitte 2010 einen recht engen Refinanzierungsplan, schrieb Analyst Michael Watts in einer Studie vom Montag. Watts hob daher seine Prognosen für die Refinanzierungskosten an. Zudem steige das Risiko für sinkende Investitionsausgaben. Die Bewertung des Titels deutlich über dem Sektordurchschnitt sei nicht gerechtfertigt.

HSBC

DÜSseldorf - Die WestLB hat das Kursziel für die Bank HSBC nach Zahlen und der angekündigten Kapitalerhöhung von 615,00 auf 335,00 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Nachdem der Gewinn im Jahr 2008 um 18 Prozent eingebrochen ist, senkte Analyst Neil Smith seine Gewinnprognosen für 2009 und 2010 um mehr als die Hälfte. Die Kapitalerhöhung sowie die Dividendenkürzung seien schmerzhafte Einschnitte für Aktionäre, aber sinnvolle Investitionen in die Zukunft. Der Aufschlag von 80 Prozent zum europäischen Bankensektor wird nach Meinung des Experten auf 20 Prozent schrumpfen.

Hypo Real Estate

Frankfurt - Equinet hat die Einstufung für Hypo Real Estate (HRE) nach fortlaufenden Spekulationen über eine Verstaatlichung auf "Sell" mit einem Kursziel von 0,50 Euro belassen. Er rechne nicht damit, dass der Staat einen über dem aktuellen Kursniveau liegenden Preis für den Streubesitz bezahlen werde, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Montag. Für ihn seien eine vollständige Verstaatlichung oder die Aufstockung des Regierungs-Anteils auf 75 Prozent auf dem "normalen Wege" am wahrscheinlichsten.

Jungheinrich

DÜSseldorf - Die HSBC hat das Kursziel für Jungheinrich nach Zahlen von 10,50 auf 8,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die Ergebnisse seien insgesamt erwartungsgemäß ausgefallen, schrieb Analyst Richard Schramm in einer Studie vom Montag. Zwar dürfte die Profitabilität 2009 von einem schwachen Geschäft mit neuer Ausrüstung belastet werden, das After-sales-Geschäft dürfte allerdings vernünftige Nachsteuer-Ergebnisse sicherstellen.

Linde

KÖLN - Sal. Oppenheim hat Linde nach Zahlen vorerst auf "Buy" mit einem fairen Wert von 70,00 Euro (aktueller Kurs: 52,38 Euro) belassen. Das vorgelegte Ergebnis des Industriegase-Spezialisten habe die Widerstandskraft des Gasgeschäfts demonstriert, schrieb Analyst Jürgen Reck in einer Studie vom Montag. Die avisierte Erhöhung der Dividende von 1,80 Euro auf 1,70 Euro sei ein positives Zeichen.

Linde

Frankfurt - Independent Research hat das Kursziel für die Aktien des Industriegase-Spezialisten Linde nach Gesamtjahreszahlen von 75 auf 70 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hätten leicht unter seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Stefan Röhle in einer Studie vom Montag. Allerdings habe Linde im Bereich Gase im Gegensatz zu Air Liquide die Marge steigern können. Der Ausblick auf 2009 sei vage geblieben. Der Konzern habe einräumen müssen, die mittelfristigen Ziele erst später erreichen zu können.

Linde

London - Merrill Lynch hat Linde nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 59,00 Euro belassen. Das Ergebnis für 2008 habe im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Montag. Der Titel sei aufgrund der unterdurchschnittlichen Risiken für den Gewinn je Aktie attraktiv. Die Verschiebung des ursprünglich für 2010 geplanten Unternehmensziels eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mehr als drei Mrd. Euro komme nicht überraschend. Stott prognostiziert für 2010 ein Ebitda von fast 2,66 Mrd. Euro.

Linde

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für Linde nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 58,00 Euro belassen. Die Ergebnisse hätten eine deutliche Verlangsamung in allen globalen Regionen im vierten Quartal gezeigt, schrieb Analyst Stephan Kippe in einer Studie vom Montag. Besonders deutlich sei dies in den Wachstumsregionen Asien/Pazifik und Osteuropa. Darüber hinaus habe das Unternehmen erwartungsgemäß seine mittelfristigen Gewinnziele hinausgeschoben und eine Verlangsamung der Erträge 2009 nicht ausschließen können. Das Aufwärtspotenzial für die Aktie dürfte in den kommenden Wochen darum begrenzt sein, zumal aus seiner Sicht die Markterwartungen zu optimistisch sind.

Linde

Frankfurt - Cheuvreux hat Linde nach Zahlen auf "Selected List" mit einem Kursziel von 64,00 Euro belassen. Die Zahlen hätten keine Überraschungen gebracht, nachdem die wichtigsten Daten bereits bekannt gewesen seien, schrieb Analyst Martin Rödiger in einer Studie vom Montag. Die Prognosen des Industriegas-Produzenten für 2009 seien vorsichtig. Insgesamt gebe es keine negativen Überraschungen, was wiederum positiv für die Aktien sei.

Qiagen

Paris - Die Societe Generale hat das Kursziel für Qiagen nach der US-Zulassung des HPV-Tests des Wettbewerber Hologic von 16,50 auf 16,00 Euro gesenkt, das Votum aber auf "Buy" belassen. Der kurzfristige Einfluss auf die Ergebnisse des Biotechnologiekonzerns sei begrenzt, schrieb Analyst Rodolphe Besserve in einer Studie vom Montag. Besserve senkte seine Gewinnprognosen je Aktie für 2010 und 2011 aber um ein und drei Prozent.

Qiagen

London - Die UBS hat die Einstufung für die Aktien von Qiagen von "Neutral" auf "Buy" und das Kursziel von 13,10 auf 13,50 Euro gehoben. Der Kursrutsch in Reaktion auf die US-Zulassung von HPV-Tests des Wettbewerbers Hologic sei überzogen, schrieb Analyst Martin Wales in einer Studie vom Montag. Die Zulassung sei erwartet worden und in seinen Schätzungen berücksichtigt. Auf dem europäischen Markt, auf dem bereits verschiedene Tests zugelassen seien, habe Qiagen einen Marktanteil von etwa 70 Prozent. Angesichts höherer Absatzschätzungen wegen des höheren Budgets der US-Gesundheitsbehörde NIH und nach Anpassung auf aktuelle Devisenkurse hob Wales seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2009 bis 2011 um jährlich ein bis zwei Prozent.

Technotrans

DÜSseldorf - Die HSBC hat das Kursziel für Technotrans von 8,50 auf 6,60 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Eine deutliche Wertminderung habe zu höheren Nettoverlusten 2008 geführt, die bereinigte operative Marge sei aber weiter eindeutig positiv, schrieb Analyst Richard Schramm in einer Studie vom Montag. Zwar sei der Start in das Jahr 2009 sehr schlecht gewesen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern sollte für das Gesamtjahr aufgrund von bemerkenswerten Kostensenkungen aber leicht positiv ausfallen. Der geringe Aktienkurs kompensiere die verbleibenden Gewinnrisiken.

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