Analyse
Energiepreisanstieg niedriger als Ölpreise vermuten ließen; Unicredit

Der Anstieg der Preise für Energie und Treibstoffe in Deutschland ist laut der Unicredit aktuell geringer ausgefallen, als es die merkliche gestiegenen Preise für Rohöl eigentlich vermuten ließen.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Anstieg der Preise für Energie und Treibstoffe in Deutschland ist laut der Unicredit aktuell geringer ausgefallen, als es die merkliche gestiegenen Preise für Rohöl eigentlich vermuten ließen. Dies deute darauf hin, dass sich die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die deutsche Konjunktur in Grenzen hielten, heißt es in einer Studie der Bank vom Mittwoch. Gleichwohl könne das hohe Preisniveau die konjunkturelle Dynamik dämpfen.

Zurückzuführen sei der vergleichsweise moderate Preisanstieg bei Energie vor allem auf drei Faktoren, schreibt Unicredit-Rohstoffexperte Alexander Koch. So habe zum einen der hohe Anteil der Steuereinnahmen von aktuell 66 Prozent an den Treibstoffpreisen (Mehrwert- und Ökosteuer) dazu geführt, dass die jüngsten Ölpreisanstiege unterproportional auf das Preisniveau von Treibstoff durchgeschlagen hätten. Zum anderen habe die jüngste Aufwertung des Euro den Anstieg der Ölpreise in Euro-Rechnung gedämpft. Während die Ölpreise in Dollar gerechnet seit Jahresbeginn rund um die Hälfte zugelegt hätten, sei der Anstieg gemessen in Euro nur halb so groß ausgefallen.

Ferner verweist Koch auf Nachfrage-Effekt. So habe der milde Winter den Konsum von Ölprodukten in diesem Jahr zeitweise um bis zu 20 Prozent reduziert. Auch die Nachfrage nach Treibstoffen sei angesichts des höheren Preisniveaus zurückgegangen, was den Preisanstieg in diesem Segment begrenze.

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