Analyse
„Es kommt Hoffnung auf“

Nachdem es für den Aktienmarkt seit März 2008 kein hinreichendes Kaufsignal mehr gegeben habe, kommt Sentix zufolge nun Hoffnung auf. "Es fehlte bislang entweder die Skepsis oder auch die mittelfristige Zuversicht", schrieb Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie.

dpa-afx FRANKFURT. Nachdem es für den Aktienmarkt seit März 2008 kein hinreichendes Kaufsignal mehr gegeben habe, kommt Sentix zufolge nun Hoffnung auf. "Es fehlte bislang entweder die Skepsis oder auch die mittelfristige Zuversicht", schrieb Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie. Nun scheine es so, als ob ein Klassiker auf der "Sentiment-Ebene" heranreife. Der Datenkranz sende ein interessantes Signal: Kurzfristig hoher Pessimismus und parallel deutliche Verbesserung im Sechs-Monats-Sentiment.

Es sei zwar kein Grund identifizierbar, warum die Marktteilnehmer seit vergangener Woche ihre Einstellung verändert hätten. "Zur Wochenmitte hatten die Bären alle Trümpfe in der Hand. Doch am Freitag kam wie aus dem Nichts ein Konter, der wie ein Befreiungsschlag wirkte", so Hussy. Er verwies noch auf die alte Börsenregel: "Gescheiterte Verkaufssignale sind Kaufsignale".

Der Anstieg der Zuversicht auf Sicht von sechs Monaten geschehe in einem Umfeld, wo Private und Institutionelle kaum noch Aktien besitzen, geschweige denn überinvestiert seien. "Alle Positionierungsdaten zeigen ausgetrocknete Aktienportfolios an." Damit stelle sich die Frage der vergangenen Monate immer noch: Wer soll eigentlich noch verkaufen? Dieser Umstand könnte Hussy zufolge vielleicht die entscheidende Triebfeder für den Konter zum Wochenausklang sein. Die Chancen auf eine charttechnische Bodenbildung in den kommenden Tagen seien gestiegen.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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