Analyse
Europäische Aktienmärkte könnten Januar-Tiefs testen

Die europäischen Aktienmärkte könnten nach Einschätzung von Sentix die Tiefstände vom Januar testen.

dpa-afx FRANKFURT. Die europäischen Aktienmärkte könnten nach Einschätzung von Sentix die Tiefstände vom Januar testen. Die geplante Hilfe für die in große Nöte geratene US-Kreditversicherer habe den Markt nicht überzeugt und die anfänglich positive Kursreaktion sei daher nicht nachhaltig gewesen, schrieb Manfred Hübner in einer aktuellen Studie des Analysehauses. "Wir müssen nun abwarten, ob und wann die Bedingungen für ein negatives Stimmungsextrem vorliegen. Bis dahin dominieren die negativen Vorzeichen."

"Entscheidend für den weiteren Verlauf ist nun, wie schnell der Markt ein negatives Stimmungsextrem ausbildet", so der Experte weiter. Am besten wäre eine gleichzeitige Verbesserung des mittelfristigen Sentiments, da dann Value-orientierte Investoren mit einer grundsätzlichen Kaufbereitschaft zurückkehren würden. "Doch davon ist derzeit nichts zu sehen", warnte Hübner. Zwar habe das kurzfristige Sentiment sich im Einklang mit den Kursen verschlechtert, doch noch sei es nicht extrem negativ. Zur selben Zeit entwickelten sich die mittelfristigen Stimmungsindikatoren weiter nach unten. Die Anleger nähmen noch immer wahr, dass sich die realen Daten mindestens so schnell verschlechterten wie die Kurse.

Am 23. Januar hatte der Dax im Handelsverlauf bei 6 384,40 Zählern sein bisheriges Jahrestief markiert, der Eurostoxx 50 einen Tag früher bei 3 528,88 Punkten.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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