Analyse
Eurozone-Wirtschaft wird ab Herbst 2009 nicht mehr schrumpfen

Die Wirtschaft in der Eurozone wird laut Commerzbank wohl erst ab Herbst 2009 aufhören zu schrumpfen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Wirtschaft in der Eurozone wird laut Commerzbank wohl erst ab Herbst 2009 aufhören zu schrumpfen. Dann sollten die zahlreichen Konjunkturpakete und die massiven Zinssenkungen allmählich Wirkung entfalten, erwartet Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Im Gesamtjahr 2009 wird die Wirtschaft der Eurozone demnach um 4,5 Prozent schrumpfen, um dann im Jahr 2010 zu stagnieren.

Die Talfahrt der Wirtschaft der Eurozone habe sich zum Jahresbeginn beschleunigt, heißt es in der Studie. Auftragseingänge und Industrieproduktion befänden sich im freien Fall. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im ersten Quartal um mehr als zwei Prozent eingebrochen sein. Ein Ende der Rezession sei nicht in Sicht. Unternehmen und Haushalte seien stark verunsichert.

Zinssenkungen STÜTzen

Im Herbst 2009 sollte "das Schlimmste überstanden" sein, schreibt Weil. Eine Reihe von verbesserten Rahmenbedingungen sollten den Produktionsrückgang stoppen. Die Leitzinssenkungen der EZB, die expansive Finanzpolitik, der gesunkene Eurokurs und die geplatzte Blase am Ölmarkt sprächen für eine Erholung. Zudem dürften sich im zweiten Halbjahr die globale Nachfrage stabilisieren. Nach Einschätzung der Commerzbank hat es zudem keine größeren Übertreibungen bei den Ausrüstungsinvestitionen gegeben. Dies dürfte das Korrekturpotenzial begrenzen.

Ein breit angelegter Rückgang der Verbraucherpreis in der Eurozone ist laut Commerzbank auch mittelfristig nicht sehr wahrscheinlich. So hätten die Verbraucherpreise nur wenig auf Schwankungen des Auslastungsgrades reagiert. Der drastische Rückgang der Inflationsrate von 4,1 Prozent im Juli 2008 auf 1,2 Prozent im Februar 2009 sei alleine auf den Preisverfall bei Energie zurückzuführen. Im Sommer dürfte die Inflationsrate laut Weil kurzzeitig in den negativen Bereich rutschen.

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