Analyse
Extreme Nervosität an den Märkten

Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten spiegeln sich nach Einschätzung der Experten von Sentix deutlich in den Extremwerten der Sentiment-Werte wider.

dpa-afx FRANKFURT. Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten spiegeln sich nach Einschätzung der Experten von Sentix deutlich in den Extremwerten der Sentiment-Werte wider. "Allein ein erster Blick auf die Sentiment-Tabellen spricht Bände: 52-Wochentiefs in allen kurzfristigen Aktien-Sentimentindizes", schreibt Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie. Das zeige den Schrecken, der den Investoren im Gesicht geschrieben stehe und dokumentiere den Abwärtsdruck und die Anspannung, die auf den Investoren laste.

Die Zentralbanken bezeugten mit ihren Zinsentscheidungen und Begründungen zwar Gelassenheit, doch im Hintergrund stelle sich alles andere als Ruhe ein. Durch die massiven Liquiditätsspritzen durch Schnelltender werde der Markt nervös, denn diese Handlung scheine den vorigen offiziellen Aussagen der Notenbanker entgegen zu stehen. Alle Daten erinnerten allerdings an die "Kaufchance an den Iden des März", so Hussy. Allerdings ergebe sich derzeit lediglich eine Kaufchance mit Trading-Charakter.

Da das Thema "Subprime" am Markt bereits "durch" sei, lege Sentix nun den Fokus auf ein Thema, das die Märkte in Zukunft bewegen dürfte: Konjunkturschwäche. "Noch scheinen sich die Märkte nicht zu stark mit diesem Thema zu beschäftigen", schreibt Hussy. Die Zahlen seien aber äußerst schwach ausgefallen und dokumentieren gerade für die US-Wirtschaft Rezessionsgefahren. Spätestens mit Bekanntgabe des ZEW- und des Ifo-Index Ende August werde sich die Diskussion verstärken. Daher sollten sich Anleger nicht von einer für Sentix wahrscheinlichen Stabilisierungsphase bei den Aktien- und Kreditmärkten fehlleiten lassen.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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