Analyse
Fed wird Leitzinsen senken, EZB Erhöhungen verschieben

Die Commerzbank hat ihre Leitzinsprognosen für die USA und den Euroraum angesichts der aktuellen Finanzmarkt-Turbulenzen revidiert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Commerzbank hat ihre Leitzinsprognosen für die USA und den Euroraum angesichts der aktuellen Finanzmarkt-Turbulenzen revidiert. Für die Vereinigten Staaten sei "in den kommenden Wochen" mit Leitzinssenkungen seitens der Federal Reserve um insgesamt 0,5 Prozentpunkte auf dann 4,75 Prozent zu rechnen, heißt es in einer Studie der Bank vom Montag. Bislang waren die Experten von einem zum Jahresende unveränderten Zinsnivau von 5,25 Prozent ausgegangen.

Auch für den Euroraum revidiert die Commerzbank ihre Zinsprognose. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde ihre für September angekündigte Zinserhöhung nicht durchführen und ihren Zinserhöhungkurs auch später nicht wieder aufnehmen. Bislang hatten die Experten neben einer Zinserhöhung im September mit einem weiteren Schritt im Dezember gerechnet, so dass der Euroraum-Leitzins Ende 2007 bei 4,5 Prozent gelegen hätte. Derzeit beträgt der Leitzins im Euroraum 4,0 Prozent.

Angesichts der höheren Unsicherheit infolge der Marktturbulenzen stellt die Commerzbank ihrem Hauptszenario ein Nebenszenario zu Seite. Sollten sich die Finanzmarktturbulenzen "rasch beilegen", so sei für die USA nicht mit Leitzinssenkungen zu rechnen. Für den Euroraum sei in diesem Fall mit einer Leitzinsanhebung im September oder Oktober zu rechnen, nicht aber mit einer weiteren Erhöhung im Dezember. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Nebenszenarios gibt die Commerzbank mit einem Drittel an.

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