Analyse
Fundamentaldaten sprechen gegen starken Dollar

Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sprechen nach Einschätzung der Dekabank gegen einen festen Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sprechen nach Einschätzung der Dekabank gegen einen festen Dollar. Trotz der im Moment positiven Stimmung für den Dollar erwartet die Dekabank auf mittelfristige Sicht weiterhin eine Dollarabwertung, schreibt Volkswirt Jens-Uwe Wächter in einer am Montag veröffentlichten Studie. Für die jüngste Befestigung des Dollars seien insbesondere fallende Rohölpreise verantwortlich gewesen. Der Eurokurs war in den vergangen Woche zum Dollar unter Druck geraten. So wurde der Euro am Montag mit 1,2 717 Dollar gehandelt. Am 21. August hatte der Euro noch bei 1,2 890 Dollar notiert.

Das Szenario einer Abschwächung der US-Konjunktur ist laut Dekabank aber weiterhin intakt. Jedoch herrschten am Markt asymetrische Wahrnehmungen vor. So würden schwache Konjunkturzahlen und auch das immer wahrscheinlichere Ausbleiben weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank ausgeblendet. Anzeichen für eine robustere Konjunktur fänden jedoch große Beachtung, zum Beispiel das infolge fallender Benzinpreise und steigender Aktienkurse verbesserte Verbrauchervertrauen. Zudem dürfte der fallende Ölpreis im September auch die defizitäre Handelsbilanz stark entlasten, was eine Erklärung für die negative Korrelation von Dollar-Index und Rohölpreis wäre.

Tatsächlich mehrten sich jedoch die Anzeichen für eine Konjunkturabkühlung in den USA, schreibt Wächter. Die Dekabank verweist hier insbesondere auf den Einkaufsmanagerindex ISM, den verlangsamten Beschäftigungsaufbau, die gefallenen Einzelhandelsumsätze und die anhaltende Abschwächung am Immobilienmarkt. Möglicherweise könne daher schon die Veröffentlichung der Daten zu den Nettokapitalzuflüssen am Dienstag für eine Korrektur sorgen.

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