Analyse: Gasstreit kurzfristig ohne Folgen für Deutschland

Analyse
Gasstreit kurzfristig ohne Folgen für Deutschland

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine wird nach Einschätzung der Commerzbank zunächst keine Auswirkungen auf die Preise und die Versorgungslage in Deutschland haben. "Der Streit verdeutlicht aber die Abhängigkeit von einem einzelnen Land.

dpa-afx FRANKFURT. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine wird nach Einschätzung der Commerzbank zunächst keine Auswirkungen auf die Preise und die Versorgungslage in Deutschland haben. "Der Streit verdeutlicht aber die Abhängigkeit von einem einzelnen Land. Damit könnte die Diskussion über den günstigsten Energiemix für Deutschland erneut angefacht werden", sagte Gas-Expertin Thuy Xuyen Truong von der Commerzbank am Montag.

Nur ein länger anhaltender Konflikt könnte bei den Großkunden, die im Vergleich zu Privatkunden zu niedrigeren Preisen beliefert werden, zu ersten Engpässen führen. Die Vorräte in Deutschland reichten aber für 75 Tage. Vor diesem Hintergrund seien zunächst keine Probleme zu erwarten. Auch auf die Preise anderer Energieträger werde sich der Gasstreit nicht auswirken, sagte Truong.

Der Energieträger Gas sei angesichts seiner Leitungsgebundenheit auf langfristige kontrakte angelegt. Ein kurzfristiges Ausweichen sei damit eher schwierig. Jeweils etwa ein Drittel des Gases verbrauchen die deutschen Haushalte und Industriekunden. Bei der Energieerzeugung friste Gas mit einem Anteil von etwa zehn Prozent eher ein Schattendasein.

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