Analyse
Geldmarkt nur vordergründig beruhigt - Zinserhöhung ausgepreist

Am europäischen Geldmarkt hat sich die Situation mit den umfangreichen Finanzspritzen der Notenbanken nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Tage aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz nur vordergründig beruhigt.

dpa-afx FRANKFURT. Am europäischen Geldmarkt hat sich die Situation mit den umfangreichen Finanzspritzen der Notenbanken nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Tage aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz nur vordergründig beruhigt. "Die Europäische Zentralbank hat mit ihren Liquiditätsspritzen den schlimmsten Brandherd gelöscht. Das Feuer flackert aber immer wieder auf", sagte Geldhändler Matthias Weber von der Landesbank Rheinland-Pfalz am Donnerstag. Nach wie vor sei Liquidität ein kostbares Gut, das händeringend gesucht werde.

Besonders deutlich werde dies nach wie vor an dem erhöhten Satz für Monatsgeld mit rund 4,35 Prozent. Dank der kräftigen Finanzspritzen der Notenbanken habe sich der Tagesgeldsatz unterdessen bei rund vier Prozent stabilisiert. An den Märkten werde aber inzwischen offenbar eine kräftige Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwartet. Vor diesem Hintergrund dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins nicht weiter erhöhen. Diese Erwartung spiegelten die Derivate-Märkte auf längere Sicht. Noch vor wenigen Wochen sei hingegen fest mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung gerechnet worden. Weber hält die Marktreaktion allerdings für übertrieben.

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