Analyse
Goldman Sachs kappt Ergebnisziele bei Infineon

Goldman Sachs hat bei Infineon nach den konkretisierten Auswirkungen der Pleite des Großkunden Benq Mobile die Ergebnisschätzungen für den Chipbauer gesenkt. Das Zwölfmonats-Kursziel für den Dax -Titel laute weiterhin 12 Euro, teilten die Analysten am Donnerstag mit.

dpa-afx MÜNCHEN. Goldman Sachs hat bei Infineon nach den konkretisierten Auswirkungen der Pleite des Großkunden Benq Mobile die Ergebnisschätzungen für den Chipbauer gesenkt. Das Zwölfmonats-Kursziel für den Dax -Titel laute weiterhin 12 Euro, teilten die Analysten am Donnerstag mit. Die Anlageempfehlung für Infineon lautet "Neutral". Als einen Risikofaktor bei Infineon sehen sie die begrenzten Möglichkeiten des defizitären Halbleiter-Herstellers, radikalere Strategiewechsel einzuleiten.

Für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr rechnen die Goldman-Sachs-Analysten nun mit einem Verlust von 0,30 Euro statt bisher minus 0,23 Euro je Aktie. Im neuen Geschäftsjahr 2006/07 dürfte Infineon lediglich einen Gewinn von 0,45 Euro statt zuvor 0,54 Euro je Aktie erzielen. Die pessimistischeren Prognosen begründeten die Experten mit der verzögerten Erholung des bisher defizitären Kommunikations-Bereichs von Infineon, dem etwas niedrigeren Wachstum in der Automobilchip-Sparte und geänderten Annahmen für die Infineon-Beteiligung Qimonda.

Der ehemalige Speicherchip-Bereich notiert seit August als eigenständiges Unternehmen an der New Yorker Börse, Infineon hält aber weiterhin Anteile. "Unsere Qimonda-Änderungen reflektieren die jüngsten Entwicklungen der Dram-Speicherchippreise sowie die Ankündigung der Gesellschaft, aus dem Geschäft mit Nand-Flash-Speicherchips auszusteigen", hieß es in der Studie.

Goldman Sachs betonte mit Blick auf positive Faktoren, dass Infineons Kerngeschäfte stark unbewertet seien. Ein weiterer Katalysator sei die Möglichkeit, dass eine Private-Equity-Gesellschaft Infineon kontaktiert, schrieben die Analysten mit Blick auf jüngste Entwicklungen in der Chipbranche. Im August hatte der niederländische Elektronikkonzern Philips die Mehrheit an seiner in NXP umbenannten Halbleiter-Sparte an ein Konsortium um Kohlberg Kravis Roberts (KKR) abgegeben.

Mit der Einstufung "Neutral" steht eine Aktie weder auf einer "Sell List" noch auf einer "Buy List" von Goldman Sachs. Daher raten die Analysten weder zum Kauf noch zum Verkauf der Aktie.

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

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