Analyse
Goldman Sachs rät zu Aktien von Banken mit „klassischem Geschäft“

London (dpa-AFX) – Goldman Sachs hat sich mit den Auswirkungen der US-Hypotheken- und Kreditkrise auf die Titel europäischer Banken auseinandergesetzt und mehrere Umstufungen vorgenommen.

London (dpa-AFX) – Goldman Sachs hat sich mit den Auswirkungen der US-Hypotheken- und Kreditkrise auf die Titel europäischer Banken auseinandergesetzt und mehrere Umstufungen vorgenommen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Sektorstudie wurden unter anderem die Aktien der Deutschen Bank von der "Pan-Europe Buy List" gestrichen und auf "Neutral" gesetzt. Das Kursziel für die Commerzbank-Aktie wurde leicht angehoben auf 31,11 Euro und die Einstufung "Neutral" bestätigt.

Allgemein gehen die Analysten gehen davon aus, dass die Bank-Aktien in drei Phasen von den Unruhen auf den globalen Kreditmärkten betroffen sein werden. Kurzfristig würden Bankentitel in erster Linie durch negative Nachrichten beeinflusst, hieß es in der Veröffentlichung vom Donnerstag. Mittelfristig dürften die mit dem Kapitalmarkt zusammenhängenden Erträge zurückgehen, weshalb die Analysten von Goldman Sachs ihre Schätzungen für den Sektor senkten. Wenn sich die Unruhe gelegt habe, dürften die Risikoabschläge beibehalten und zugleich deutlich werden, welche Geschäftsmodelle zu den Siegern gehören, hieß es.

Wegen steigender Kosten im Bereich der Großfinanzierung raten die Analysten eher vom Kauf jener Bank-Aktien ab, deren Institute in diesem Bereich stark involviert sind. Sie gehen davon aus, dass sich die Unternehmen aufgrund der hohen Volatilität an den Kapitalmärkten mit Übernahmen zunächst zurückhalten. Im klassischen Bankgeschäft involvierte Häuser dürften mit einer Neubewertung der Kreditrisiken deutlich attraktiver werden. Verlässliche Einnahmen aus dem Depotgeschäft und ein gesundes Kreditwachstum dürften die Gewinne stützen.

Mit Blick auf deutsche Werte, wurden die Titel der Deutschen Bank nicht nur von der "Pan-Europe Buy List" gestrichen und von "Buy" auf "Neutral" gesenkt, auch das Kursziel wurde von 136,00 auf 108,10 Euro reduziert. Das Kursziel für die Aktien der Commerzbank wurde von 30,57 auf 31,11 Euro angehoben und die Einstufung "Neutral" bestätigt, da die Analysten eine Neubewertung vorgenommen haben und nun von einem höheren Gewinn je Aktie ausgehen.

Unter den ausländischen Banken senkte Goldman Sachs das Kursziel für die Aktien von BNP Paribas von 100,00 auf 87,00 Euro. Der Titel wurde mit "Neutral" bestätigt. Das Kursziel für die Aktien der Societe Generale (Socgen) wurde von 150,00 auf 127,00 Euro herunter gesetzt und die Einstufung "Neutral" bestätigt. Credit Agricole-Papiere wurden von der "Pan-Europe Conviction Buy List" genommen, die National Bank of Greece (NBG) hingegen draufgesetzt. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (Bbva) wurden unter anderem auf der Conviction Buy List bestätigt. Alliance & Leicester und Bankinter wurden auf die "Pan-Europe Conviction Sell List" gesetzt.

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