Analyse
'Große Korrekturwelle im Dax ist vorüber'

Nach zwei Abgabeschüben im Dax haben die Anleger nach Einschätzung der Dresdner Bank das Schlimmste überstanden.

dpa-afx FRANKFURT. Nach zwei Abgabeschüben im Dax haben die Anleger nach Einschätzung der Dresdner Bank das Schlimmste überstanden. "Die große Korrektur ist vorbei, auch wenn die Volatilität der Märkte noch recht hoch ist", sagte Martin Roth, Leiter des Investmentoffice Deutschland der Bank, am Montag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Die Bewertung deutscher Aktien ist nach der Korrektur recht günstig - auf Basis der Gewinnschätzungen für 2008 liegen wir lediglich bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13".

Die Schätzungen für den deutschen Leitindex beließ der Experte unverändert - Roth sieht den Dax Ende 2007 weiterhin bei 7 400 Punkten. Positiv stimme zudem, dass auch während der Korrekturphasen keine panikartigen Verkäufe stattgefunden haben.

Hausbaudaten AUS DEN USA Zeigen Weitere Entwicklung

Die Krise der im Subprime-Segment tätigen US-Hypothekenbanken dürfte auf diesen eher kleinen Bereich begrenzt bleiben, sagte Roth. Eine Systemkrise werde nicht erwartet, auch ein Übergreifen auf die großen Akteure im Kreditgeschäft sei unwahrscheinlich. Weitere Details zur Entwicklung auf dem US-Immobilienmarkt erwartet der Experte von den in dieser Woche anstehenden Hausbaudaten aus den USA. "Es zeigt sich bereits eine gewisse Stabilisierung auf dem US-Häusermarkt. Hätte es kräftige Verkäufe in diesem Bereich gegeben, wäre das bereits in den jüngsten Daten enthalten gewesen".

Ganz loslösen von den Vorgaben des US-Marktes werde sich der deutsche Aktienmarkt trotz optimistischer Aussichten der deutschen Unternehmen allerdings nicht. "Die USA nehmen weiterhin eine führende Rolle für die Finanzmärkte ein", so Roth. Die vom ehemaligen US-Notenbankchef Alan Greenspan angeheizte Diskussion um eine mögliche Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft bleibe daher ein Thema, das gerade durch die jüngste Häufung schwacher Konjunkturdaten präsent geworden ist. "Allerdings gibt es ein wichtiges Gegengewicht - die Arbeitsmarktdaten waren positiv". Damit dürfte die Gefahr eines sinkenden Konsums in den USA begrenzt sein.

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